que(e)r_einsteigen geht in die fünfte Runde – aber nur mit euch!

19 Jan

Damit que(e)r_einsteigen weiterhin stattfinden kann, brauchen wir noch Leute, die sich an der Orga beteiligen möchten. Im Zentrum steht die Planung und Durchführung der Vorlesungsreihe, die im WS 12/13 zum fünften Mal stattfinden wird. Als Arbeitskreis des Studierendenrates der MLU Halle wollen wir allerdings gern vielfältige Veranstaltungsformate anbieten, die ein breites Spektrum an Menschen erreichen. Denkbar sind für uns Workshops, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Partys – oder ihr überrascht uns einfach mit ganz neuen Ideen!

Was ihr mitbringen solltet: Interesse an Themen rund um queer, Offenheit für Neues, Spaß an der Arbeit im Team und Zuverlässigkeit. Besondere inhaltliche Kenntnisse oder Organisationserfahrungen sind keine Voraussetzungen.

Interessierte kommen bitte am 08.03. um 19 Uhr ins nt-Café! Wir sind gespannt auf neue Gesichter!

Que(e)relle – Tanzen gegen die heteronormative Matrix

19 Jan

Der AK que(e)r_einsteigen organisiert erstmalig eine Party! Die Eckdaten stehen bereits: Zum Tanz gegen Heteronormativität laden wir am 03.03.2012 in die Reil 78! Los geht’s ab 21 Uhr. Weitere Details folgen in Kürze.

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Dr. Tove Soiland: Warum sich gesellschaftliche Verhältnisse nicht dekonstruieren lassen: Eine an Marx und Foucault orientierte Kritik an queer

13 Jan

25.01.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXII, Audimax, Uniplatz 1, Halle

Geschlechterverhältnisse lassen sich ebenso wenig dekonstruieren wie Produktionsverhältnisse. Mit dieser These tritt der Vortrag einer allzu simplen Vorstellung von der politischen Veränderbarkeit gesellschaftlicher Verhältnisse entgegen, wie sie sich im Umfeld der US-amerikanischen Cultural Studies entwickelt hat, in deren Tradition auch die Queer-Theorie steht. In einem lediglich vermeintlichen Rekurs auf den französischen Poststrukturalismus erscheinen gesellschaftliche Verhältnisse hier als primär durch Bedeutung konstituiert und darum auch auf der Ebene der Bedeutung verschiebbar. Produktionsverhältnisse und die dazugehörigen Subjektivierungsweisen, so wird der Vortrag argumentieren, lassen sich aber als Bedeutungsfestschreibungen nicht nur nicht beschreiben. Im Rahmen dieser kulturalistischen Umdeutung des historischen Materialismus kann auch nicht mehr verstanden werden, dass das – aus dieser Perspektive subversiv erscheinende – Instabilwerden von Identitäten zu den veränderten Produktionsbedingungen des spätkapitalistischen Akkumulationsregimes gehört. Dieser „kultureller Materialismus“ wird deshalb weder Marx Kritik der politischen Ökonomie noch Foucaults Spätwerk, das als Adaption des Marxismus für spätkapitalistische Gesellschaften gelesen werden kann, gerecht, sondern vergibt vielmehr deren gesellschaftskritisches Potential.

Mehr Infos zu Tove Soiland findet ihr hier.

Achtung: Der Vortrag findet entgegen des herkömmlichen Rhythmus an einem Mittwoch statt! Auch der Raum, Hörsaal XXII, ist ein anderer als sonst!

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Personelle Verstärkung für das Ladyfest Leipzig, das Paranoid Paradise und die Queer Movie Nights gesucht

4 Jan

Das Ladyfest Leipzig, das Paranoid Paradise und die Queer Movie Nights suchen noch Leute, die sich an der Orga beteiligen wollen. Das Treffen für das Ladyfest findet am 11.01.12 um 20 Uhr in der Wärmehalle Süd (Eichendorfstraße 7, Leipzig) statt. Für das Paranoid Paradise wird am 06.01.12 um 11 Uhr in die Bäckerei (Josephstraße 12, Leipzig) gebeten. Achtung, neuer Termin: Für die Queer Movie Nights gibt es am 16.01.12 um 18 Uhr ein Treffen in der Weiberwirtschaft (Karl-Liebknecht-Str. 34, Halle).

Schwul-lesbische Filmtage in Leipzig

3 Jan

Ab dem 18.01.12 finden in Leipzig die schwul-lesbischen Filmtage statt. Zum Programm der Kooperationsveranstaltung zwischen der Kinobar Prager Frühling und dem UT Connewitz gehören Spielfilme, Kurzfilme, eine Party am 21.01. und ein Vortrag von Skadi Loist, welche kürzlich schon bei que(e)r_einsteigen zu Gast war, am 26.01.

PD Dr. Renate Ruhne: Raum Macht Geschlecht – Ein soziales Wirkungsgefüge am Beispiel Prostitution

16 Dez

12.01.2012, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Uniplatz 1, Halle

Obwohl legalisiert und auch zunehmend akzeptiert, ist Prostitution bis heute ein strittig verhandeltes Phänomen geblieben, das aus der ‚Ordnung des Sozialen’ heraus zu fallen scheint und deshalb immer wieder streng kontrolliert wird. Prostitutionsspezifische Kontrollmaßnahmen, die nicht nur von städtischen Ordnungsbehörden, sondern auch von einer breiten Öffentlichkeit und sogar von Teilen des Feldes selbst für sinnvoll bis nahezu zwingend notwendig erachtet werden, zielen dabei vor allem auf eine räumliche Ausgrenzung des Geschehens aus dem sonstigen städtischen Lebensalltag. Aufbauend auf eine empirische Studie in Frankfurt am Main wird verdeutlicht, dass räumlich-soziale Kontrollarrangements, die von städtischer Seite als Reaktion auf ein soziales Problem eingesetzt werden, gleichzeitig einen aktiven Faktor der Herstellung des Phänomens darstellen und dabei eingebunden sind in ein machtvolles Wirkungsgefüge von Raum- und Geschlechter-Ordnungen.

Mehr Infos zu Renate Ruhne findet ihr hier.

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Skadi Loist: Raum für Visionen: Queere Filmfestivals zwischen Gegenöffentlichkeit, Performativität und Heterotopie

2 Dez

15.12.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Uniplatz 1, Halle

Im Kontext der schwul-lesbischen Bewegungen entstanden in Nordamerika und Westeuropa Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre die ersten queeren Filmfestivals. Filmemacher_innen und Aktivist_innen kamen zusammen, um ihre Filme einem Publikum zu zeigen und den zumeist abwertenden Mainstreamrepräsentationen von Queers etwas entgegen zu setzen. Das Zusammenkommen des Publikums etablierte eine Community und eine Form einer queeren Gegenöffentlichkeit. Seitdem hat sich das Phänomen der queeren Filmfestivals global ausgeweitet.

Queere Filmfestivals sind Orte an denen sich einmal im Jahr eine Community zusammenfindet, um queeres Filmschaffen und sich selbst zu feiern. Dabei erfüllen diese Festivals ganz unterschiedliche Funktionen: sie sind Treffpunkte für die Community, Foren für filmische Repräsentationen, safe spaces für alternative Darstellungen und Lesarten und auch Aushandlungsort für queere Politiken. Sie stellen als kulturelle Events eine Form einer sozialen Praxis dar, die zur Konstruktionen sowohl von alternativen Räumen als auch (kollektiven) Identitäten beiträgt. Unter dem Aspekt des Raums möchte ich erkunden inwieweit Konzepte wie queere Gegenöffentlichkeiten (Berlant/Warner), Performativität (Butler) und Heterotopie (Foucault) für die Beschreibung und Untersuchung von queeren Filmfestivals produktiv nutzbar gemacht werden können.

Mehr Infos zu Skadi Loist findet ihr hier.

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Vortrag: Soziale Konstruktion von Körpern oder wie wir uns selber normalisieren

30 Nov

08.12.2011, 20.00 Uhr
Frauenkultur, Windscheidstraße 51, Leipzig

Soziale Konstruktion von Körpern oder wie wir uns selber normalisieren

Klemens Ketelhut (Erziehungswissenschaft, Halle)

Neuere Ansätze der Sozialwissenschaften weisen Körper als etwas aus, das sozial konstruiert ist. Damit wird die Idee von „normalen“ und „abweichenden“ Körpern in Frage gestellt und gleichzeitig ergibt sich eine neue Perspektive auf machtvolle Unterscheidungen wie bspw. männlich – weiblich, weiß – schwarz und behindert – nichtbehindert, die am Körper „festge…macht“ werden und häufig als Grundlage für soziale Ungleichheit dienen. Diese Grundidee der sozialen Konstruktion von Körpern soll dargestellt werden; zudem werden ausschnitthaft Diskurse vom „richtigen weiblichen Körper“ und „Körpergewicht“ in den Blick genommen und analysiert – und natürlich diskutiert.

Gesa Mayer/Robin Bauer: MonoPoly: Monogamie-Norm und Polyamory auf dem Spielfeld der Besitzansprüche, der Aushandlungsprozesse und des Bekanntgehens

18 Nov

01.12.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Uniplatz 1, Halle

„Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende…“ Das selbstverständlich zu zweit und in aller Regel auch heterosexuell. Das Lebenskonzept der monogamen Zweierbeziehung ist weit verbreitet und wird nur selten infrage gestellt, obwohl man angesichts der hohen Zahl von sogenannten Seitensprüngen in angeblich monogamen Beziehungen von einer Doppelmoral sprechen muss. Doch nicht nur Heterosexuelle sehen in dieser Art des Zusammenlebens oftmals den einzig „richtigen“ Weg, glücklich zu werden. Auch viele lesbischwule Menschen reproduzieren die scheinbar selbstverständliche Idee der romantischen Zweierbeziehung, wie beispielsweise die Verlagerung des Schwerpunkts schwul-lesbischer Politik auf die Forderung der „Homo-Ehe“ in den 1990er Jahren verdeutlicht. Zwar ist die sogenannte offene Beziehung in Teilen der schwulen Subkultur eher die Norm als sexuelle Exklusivität, diese stellt jedoch die Vorstellung, es gebe den einen richtigen Partner, kaum infrage.

Auf der Grundlage ihrer empirischen Forschung stellen Gesa Mayer und Robin Bauer in ihren Vorträgen der Norm der Monogamie die Vielfalt der in unserer Gesellschaft tatsächlich gelebten Beziehungsformen entgegen. Sie zeigen, dass die Monogamie-Norm maßgeblich auf einer Logik des Mangels und der Konkurrenz basiert, und wie einige Bestandteile der Norm auch im Leben von Polyamorist_innen gleichzeitig wirkungsmächtig bleiben und unterwandert werden. So zeichnen sie ein realistisches Bild der Möglichkeiten und Grenzen alternativer Beziehungskonzepte jenseits der Logik von „Mangel-Erscheinungen“ und „heimlichen Affären“.

Mehr Infos zu Gesa Mayer und Robin Bauer findet ihr hier.

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Menschen für Fotoportraits gesucht!

11 Nov

Wir unterstützen diesen Aufruf und würden uns freuen, wenn sich Leute melden:

„Liebe Queereinsteigen Gemeinde und die, die sich angesprochen fühlen durch die nächsten Zeilen. Ich suche für meinen Master in Fotografie sehr bald Menschen, die ich noch dieses Jahr in Halle portraitieren darf. Das Oberthema ist „Heimat im Körper“, ich möchte die starren Vorgaben von weiblichen und männlichen Gesten fotografisch auflösen und hervorheben, dass es viel mehr Facetten gibt. Authentische Fotografien mit Tageslicht. Mir geht es um natürliche Portraits, die Stille des Menschen und die sogenannten „männlichen“ und oder „weiblichen“ Gesten, Gesichtszüge fotografisch festzuhalten. Ich suche nach Menschen, welche nicht sofort in die Geschlechter Schubladen einzuordnen sind, ein bißchen unsere gewohnten Sehweisen irritieren, die Schönheit eines jeden Charakters. Gern beschreibe ich es persönlich.

Kontakt: Yvonne Most, info@dokmost.de

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