Schlagwort-Archiv: diversity management

Diskussionssendung zum Thema “Diversity Management”

23 Mar

Wieder mal ein Veranstaltungshinweis. Diesmal eine Livesendung bei Radio Corax:

29.03.2011, 17 uhr, Radio Corax

Inwieweit ist “Vielfalt tut gut” nicht nur ein Lippenbekenntnis von Vereinen, Städten und Unternehmen, sondern wird auch praktisch betrieben? Welche Instrumente gibt es dafür?  Wo liegen die Vorteile dieses Ansatzes? Welche Erfahrungen haben die jeweiligen TeilnehmerInnen der Runde in der Hinsicht gemacht? Wie anerkannt ist der Ansatz in unserer Gesellschaft? u.v.m.

Die Runde wird live und in Zusammenarbeit mit der Onlinezeitung Halleforum durchgeführt. Nach Textbeiträgen werden die Diskussionen aus Forum und Chat in die Runde hineingetragen.

An der Runde nehmen teil:

Susanne Wildner (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt), Klemens Ketelhut (Sozialwissenschaftler der Uni Halle), Thea Wende (Mitarbeiterin des Rosalinde e.V. Leipzig).

angefragt: Frau Dr. Kathrin Hirschinger (Gleichstellungsbeauftragte der Uni), Carola Schmidt (Randstad Halle) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Queering Diversity

28 Jan

02.02.2011, 19 Uhr, Radio Corax, Unterberg 11, Halle

Klemens Ketelhut/Thea Wende

Diversity avanciert in handlungstheoretischen Konzepten zunehmend zum Hoffnungsträger im Umgang mit als komplex wahrgenommenen Heterogenitätsstrukturen. So wird ökonomisch auf Diversity-Management gesetzt, um aus Unternehmen im weitesten Sinne multikulturelle Organisationen zu machen, um Vielfalt als Chance und nicht als Schwierigkeit zu interpretieren. Diversity-Education hingegen fokussiert auf unterschiedlich zusammengesetzte Klassen- oder Schulgemeinschaften und entwickelt Konzepte, die vorgefundene Vielfalt als positive Ressource zu begreifen und zu nutzen. Diese beiden Beispiele zeigen, welche Diskurse im Fahrwasser der Debatte um den Umgang mit Verschiedenheit mitschwimmen. Dennoch erscheint Diversity spätestens auf den zweiten Blick problematisch: die Umstellung von Ungleichheit auf Verschiedenheit, die dem Konzept zugrunde liegt, hat durchaus als kritisch zu bezeichnende Implikationen. War und ist Ungleichheit als sozialwissenschaftliche Kategorie nach wie vor anleitend für eine Erforschung und Auseinandersetzung vor allem mit ihren eigenen Ursachen (sei es in der klassisch-soziologischen Ungleichheitsforschung, sei es in neueren Ansätzen wie dem der Intersektionalität), kann Diversity als eine weitgehend pragmatisch verstandene Konzeption gelesen werden, die die Hintergründe des Vorgefundenen auszublenden scheint.

Der Salon will einen Raum eröffnen, dieses Spannungsfeld, das sich zwischen Verschiedenheit und Ungleichheit ergibt, genauer zu bestimmen und zu diskutieren. Dabei kann es sowohl um einen queeren Blick auf das Konzept von Diversity gehen als auch um die Auseinandersetzung der unterschiedlichen Vorgehen im Umgang mit Ungleichheit und Verschiedenheit und deren (politische, theoretische und/oder handlungsleitende) Implikationen.

Weitere Informationen zu Klemens Ketelhut und Thea Wende findet ihr unter Terminplan.

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