Hier findet ihr schon mal alle Infos zum übernächsten Workshop:
Radiointerview mit Klemens Ketelhut zum Vortrag “Konstruktion von Körper und Geschlecht”
23 AprHier gibt es ein spannendes Interview, welches Radio F.R.E.I. mit Klemens Ketelhut zu seinem Vortrag “Konstruktion von Körper und Geschlecht” geführt hat. Den Vortrag in voller Länge mit anschließender Diskussion könnt ihr am kommenden Montag (30.04.2012) im Veto in Erfurt hören.
Vortrag und Diskussion: Konstruktion von Körper und Geschlecht
13 AprQueerer Abend mit Klemens Ketelhut am 30.04.2012, 19 Uhr im veto (Erfurt)
Neuere Ansätze der Sozialwissenschaften weisen Körper als etwas aus, das sozial konstruiert ist. Damit wird die Idee von „normalen“ und „abweichenden“ Körpern in Frage gestellt und gleichzeitig ergibt sich eine neue Perspektive auf machtvolle Unterscheidungen wie bspw. männlich – weiblich, weiß – schwarz und behindert – nichtbehindert, die am Körper „festgemacht“ werden und häufig als Grundlage für soziale Ungleichheit dienen. Diese Grundidee der sozialen Konstruktion von Körpern soll dargestellt werden; zudem werden ausschnitthaft Diskurse vom „richtigen weiblichen Körper“ und „Körpergewicht“ in den Blick genommen und analysiert – und natürlich diskutiert.
Dr. Imke Schmincke – Von Ausgehverboten zu Slutwalks: Gender, Sexualität und Körper in der Konstruktion und Politisierung von (urbanen) Räumen
7 Okt20.10.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Universitätsplatz 1, Halle
Seit einiger Zeit wird in der Soziologie auch über stadtsoziologische Perspektiven hinaus der Raum neu diskutiert. Dabei deutet ein sozialwissenschaftliches Verständnis Raum als Produkt sozialer Praxis. Raum wird also erst in Handlungen, durch Gegenstände und Menschen produziert. Dass damit aber auch soziale Ordnungen mit produziert werden, ist Thema des Vortrags, der zunächst eine Einführung in aktuelle Raum-Konzepte geben wird, um dann das Verhältnis von Raum, Körper und Sozialem am Beispiel der „Gefährlichen Orte“ zu verdeutlichen. Am Schluss sollen aus der hier vorgestellten Perspektive Fragen nach der Bedeutung von Geschlecht und Sexualität für die Produktion, Stabilisierung und evtl. Unterminierung von Räumen aufgeworfen und an aktuellen Beispielen diskutiert werden.
Weitere Informationen zu Imke Schminke findet ihr hier.
Von „Damentoiletten“, After Shaves, Sonnencremes und gegenderten Schlafsackkomforttemperaturen oder: Was hat nonverbale Kommunikation mit Geschlecht zu tun?
8 Feb17.02.2011, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle
Prof. Dr. Lann Hornscheidt
Was haben Schlafsackkomforttemperaturen mit nonverbaler Kommunikation und Gender zu tun? Und inwiefern sind Sonnencremes nonverbale Kommunikation? In dem Vortrag werde ich aufzeigen, wie Gendervorstellungen durch nonverbale Kommunikation – Bewegungen, Abstand, Gerüche, Blicke, Kleidung, Raumaufteilungen usw. – hergestellt werden: Gibt es zwei Geschlechter, die unterschiedlich hoch sprechen, schnell laufen und unterschiedliche Kleidungsvorlieben haben? Werden Gendereindeutigkeiten und -brüche über genau diese Kommunikationsformen hergestellt? Zusätzlich zu der Herleitung einer konstruktivistischen Sichtweise auf sowohl nonverbale Kommunikation als auch Gender werde ich deutlich machen, dass es Gender nicht losgelöst von anderen sozial relevanten Identitäts- und Wahrnehmungsformen gibt wie beispielsweise Race, Sexuality, Alter. Der Vortrag sensibilisiert für die Macht sprachlicher Handlungen und fordert Vorstellungen naturalisierter, monolithischer Zweigeschlechtlichkeit heraus.
Weitere Informationen zu Lann Hornscheidt sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.
Download (1:03h; 58,2MB)
Von “Damentoiletten”, After Shaves, Sonnencremes und gegenderten Schlafsackkomforttemperaturen oder: Was hat nonverbale Kommunikation mit Geschlecht zu tun?
13 NovAchtung: Vortrag entfällt auf Grund von Krankheit!
02.12.2010, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle
Prof. Dr. Lann Hornscheidt
Was haben Schlafsackkomforttemperaturen mit nonverbaler Kommunikation und Gender zu tun? Und inwiefern sind Sonnencremes nonverbale Kommunikation? In dem Vortrag werde ich aufzeigen, wie Gendervorstellungen durch nonverbale Kommunikation – Bewegungen, Abstand, Gerüche, Blicke, Kleidung, Raumaufteilungen usw. – hergestellt werden: Gibt es zwei Geschlechter, die unterschiedlich hoch sprechen, schnell laufen und unterschiedliche Kleidungsvorlieben haben? Werden Gendereindeutigkeiten und -brüche über genau diese Kommunikationsformen hergestellt? Zusätzlich zu der Herleitung einer konstruktivistischen Sichtweise auf sowohl nonverbale Kommunikation als auch Gender werde ich deutlich machen, dass es Gender nicht losgelöst von anderen sozial relevanten Identitäts- und Wahrnehmungsformen gibt wie beispielsweise Race, Sexuality, Alter. Der Vortrag sensibilisiert für die Macht sprachlicher Handlungen und fordert Vorstellungen naturalisierter, monolithischer Zweigeschlechtlichkeit heraus.
Weitere Informationen zu Lann Hornscheidt sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.
Biologisches Geschlecht ist gemacht – und das in vielfältigen Ausformungen
9 Okt21.10.2010, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle
Dr. Heinz-Jürgen Voß
Biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich hergestellt. Menschen werden in Gesellschaft hineingeboren und lernen in ihr; ihr Denk- und Sagbares ist damit durch Gesellschaft (u.a. Sprache) beschränkt. Das gilt auch für die Rede über „biologisches Geschlecht“.
Die Annahme ist zu verwerfen, dass „biologisches Geschlecht“ außerhalb von Gesellschaft betrachtbar wäre. Auch bzgl. „biologischen Geschlechts“ geht es um Theorien – und diese wandeln sich, u.a. nach gesellschaftlichen Erfordernissen. Das wird in diesem Input deutlich und soll zur Diskussion anregen: Unterschiedliche Theorien über „biologisches Geschlecht“ werden vorgestellt (historisch und aktuell). Deutlich wird, dass nicht nur Argumente der Differenz, sondern auch der Gleichheit zweier Geschlechter in diesen prominent vertreten waren und sind. Sichtbar wird auch, dass Auseinandersetzungen stattfanden und stattfinden, dass also zu keiner Zeit nur eine Sichtweise verbreitet war, sondern Vertreter (später auch Vertreterinnen) verschiedener biologisch-medizinischer Geschlechtertheorien miteinander diskutierten.
Herausgestellt wird für aktuelle biologisch-medizinische Geschlechtertheorien, dass diese zunehmend zu dem Ergebnis gelangen, dass sich als geschlechtlich betrachtete Merkmale individuell (und im Vergleich verschiedener Menschen: vielgestaltig) ausprägen. So werden mittlerweile biologisch viele Geschlechter denkbar, statt nur zwei oder drei.
Weitere Informationen zu Heinz-Jürgen Voß sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.
Download (63:53 min, 58,4 MB)
Sex und Staat – Warum interessiert sich der Staat für unsere Weichteile?
17 SepProf. Dr. Rebecca Pates, Leipzig
20.Nov.2008, 19.30 Uhr, Audimax, Hörsaal XXIII, Uniplatz 1, Halle
Geschlecht bezeichnet (auch) ein System an Unterscheidungen (Frauen mögen Kinder, Männer Autos; Frauen sind zickig, Männer haben schlechte Laune usw.), durch welche eine gewisse Ordnung geschaffen wird. Diese Ordnung bestimmt unsere Wahrnehmungen und unseren Alltag und ist relativ stabil. Sie lässt sich insbesondere dann schwer ändern, wenn sie institutionalisiert ist: das Geschlecht eines Menschen wird immer auch in Ausweisen genannt. Warum und welche Folgen dies hat, soll hier anhand von Beispielen aus der Rechtswirklichkeit (Heteronormativität und Intersexualität) analysiert werden.
Download (43:45 min, 40 MB)

