Die TU Ilmenau veranstaltet vom 15.04. bis 19.04.2013 eine Aktionswoche für einen diskriminierungsfreien Campus, gegen Sexismus und Homophobie. Analog zum Titel gibt es buntes Programm. Mit dabei sind u.a. Heinz-Jürgen Voß, Sookee und Hinrich Rosenbrock. Es wird verschiedene Veranstaltungsformate geben – vom Vortag über Workshop bis hin zu Party und Infoständen –, um über die unterschiedlichen Formen von Diskriminierung zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Alle wichtigen Infos zu Themen und Terminen findet ihr hier.
Bunter Kaffe gefällig? Aktionswoche für einen diskriminierungsfreien Campus, gegen Sexismus und Homophobie in Ilmenau
28 MärAndere Sichtbarkeiten? Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung
5 Nov11.11.2010, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle
Katharina Morawek
Public Enemy Rapper Chuck D hat mal gesagt, Hip Hop sei the Black CNN. Nun hat dieses Schwarze CNN nach 30 Jahren Sendezeit zwar spielend die Reichweite des US-amerikanischen Nachrichtensenders überschritten, nicht aber dessen Fähigkeit zum Versprühen gesellschaftlicher Hegemonie. Hip Hop als solcher wird immer wieder für seinen angeblich inhärenten Sexismus und seine Homophobie kritisiert und zwar vor allem von weißen Medien.
Die Folie, vor der die scheinbare heterosexuelle Dominanz in der Hip Hop Kultur gechallenged wurde, war das Thema der Homophobie.
Das Bild vom „sexistischen und homophoben Hip Hop“ ist eng verknüpft mit der Projektion, Kulturen des Hip Hop würden lediglich aus Schwarzen, männlichen, heterosexuellen Körpern bestehen – ein Paradigma, das die Soziologin Tricia Rose als „highly visible commercialized rap“ bezeichnet. Die Matrix, die dieser Wahrnehmung zu Grunde liegt, ist eine des Weiss-Seins, welches die eigene Position innerhalb von Populärkultur nicht hinterfragt. Doch wird das reibungslose Kursieren von mit Hip Hop verbundenen, stereotypen Bildern immer wieder von Hip Hop Artists in Frage gestellt und seit einigen Jahren sogar empfindlich gestört: Hip Hop wird offiziell ge-queert. Dabei kommen Repräsentationsstrategien zum Einsatz, die zwischen Parodie und Selbstbehauptung andere Sichtbarkeiten anstreben. Der Vortrag wird einige Strategien queerer Artists vorstellen.
Weitere Informationen zu Katharina Morawek sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.
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