Schlagwort-Archiv: Rassismus

Dr. Vassilis S. Tsianos: Postliberaler Rassismus: Die Banalität des Rassismus in der postnationalen Einwanderungsgesellschaft

23 Nov

29.11.2012, 19 Uhr, Hörsaal XXII, Audimax, Uniplatz 1, Halle/Saale

Unsere spannende Vorlesungsreihe geht weiter: Nächste Woche mit einem Vortrag von Vassilis S. Tsianos zum postliberalen Rassismus am Beispiel der Sarrazin-Debatte! Kommt vorbei, hört zu, diskutiert mit! Informationen zum Vortrag findet ihr hier.

Veranstaltungstipp vor der Que(e)relle: Demo ‘Love Music – Hate Racism’

16 Jul

Wenn ihr am Nachmittag vor unserer legendären Party ‘Que(e)relle – Tanzen gegen die heteronormative Matrix Vol. 2′ noch nichts vor habt, freut es euch sicher zu hören, dass ein Zusammenschluss antifaschitstischer Menschen in Halle am 28.07. eine Demo auf die Beine gestellt haben – frei nach dem Motto: “Love Music – Hate Racism“.

Hier das Programm:
13-15.30 Uhr öffentliche Workshops, Marktplatz
16:30 Uhr Demo “Love Music – Hate Racism”, ab Riebeckplatz
18 Uhr Solikonzi auf dem Marktplatz mit Infoständen und vegane Verköstigung

Hintergrund:
“In den letzten drei Monaten wurden sechs rassistische Übergriffe in Halle verübt. Mit “Love Music – Hate Racism” wollen wir zum einen darauf aufmerksam machen, uns mit den Betroffenen rassistischer Gewalt solidarisieren und Rassismen entgegentreten.”

Workshops zu Klassismus und Heteronormativität

30 Mar

Dank der freundlichen Projektförderung durch die Aktion Mensch und einer Kooperation mit dem Frauenzentrum Weiberwirtschaft können wir euch hiermit schon einmal verkünden, dass vom 11.-12.05.2012 ein Workshop zum Thema Klassismus und vom 01.-02.06.2012 ein Workshop zum Thema Heteronormativität in Halle stattfinden wird. Wir knüpfen damit an den bereits im letzten Jahr stattgefunden habenden Workshop zu Rassismus an. Ein weiterer Workshop zum Thema Rassismus sowie einer zum Thema Bodyismus sind ebenfalls für die Zukunft geplant.

Weitere Infos zu den bald stattfindenden Workshops sowie zu den Anmeldemodalitäten erfahrt ihr in Kürze hier.

 

Veranstaltungstipp

19 Mar

Am 23.03. gibt es um 19 Uhr in der Frauenkultur Leipzig einen spannenden Vortrag zum Thema: “Rassismus und Emotionen im medialen Diskurs: die “Sarrazindebatte” im Fokus“. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe ,women in science – empowerment now‘! statt und es referiert Katja Sternberger (Universität Leipzig).

Abstract:

August 2010: “Sarrazin” stachelt an. Muslimische MigrantInnen erscheinen ihm als eine Bedrohung für die Kultur und Zivilisation Europas. Rassistische Deutungen dieser Form kursieren (erneut) in den Medien und zeichnen ein potentiell angst-beladenes Bild des “Anderen”. Gerade der mediale Wirklichkeitsraum stellt einen wichtigen Aushandlungsort für das Wissen dar, welches über die Objekte des Rassismus, die “MigrantInnen”, produziert wird. Doch nicht nur das Wissen wird vermittelt, geteilt und umkämpft. Damit einhergehend werden auch die Emotionen verhandelt, die gegenüber den “Anderen” empfunden werden sollen. Ausgehend von dem im Rassismus innewohnenden Potential, Gefühle und Stimmungen zu strukturieren, lag der Fokus der Untersuchung auf den folgenden Fragen: Welches deutungsmächtige Wissen wird im diskursiven Ereignis “Sarrazin” in den Medien über “MigrantInnen” (re-)produziert? Welche Gefühlsregeln kommen dabei implizit zur Sprache?


Eintritt: frei
Kooperationsveranstaltung der Frauenkultur und des Referats für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Stura der Uni Leipzig

Außerdem sei auf die “Internationalen Wochen gegen Rassismus” in Leipzig hingewiesen, die noch bis zum 25.03. spannende Veranstaltungen bieten. Das Programm findet ihr hier.

Rassifizierung + Behinderung geteilt durch Sexualität = hä?

6 Dez

Christiane Hutson
17.Dez.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Die Verwobenheit von Rassismus, Ableism und HeteroSexismus ist keine scheinbar schwer zu lösende Rechenaufgabe, sondern etwas, das unseren Alltag bestimmt. In diesem interaktiven Vortrag wird den theoretischen wie alltäglichen Aspekten dieser Verwobenheit in drei Schritten nachgegangen. Im ersten Teil wird ein Konzept vorgestellt, das Versklavung, Genozid und Orientalismus als drei Säulen weißer Vorherrschaft versteht. HeteroSexismus ist dabei die politisch-soziale Organisationsform, die durch Versklavung, Genozid und Orientalismus weiße Vorherrschaft aufrecht erhält. Der zweite Teil des Vortrags stellt die Frage, wie Ableism (strukturelle Behindertenfeindlichkeit) innerhalb der rassistischen Praxen Versklavung, Genozid und Orientalismus zum Tragen kommt. Im dritten Teil werden beide Schritte mit der Frage zusammengeführt, warum die Reflexion von HeteroSexismus unerlässlich ist, um der unauflöslichen Verwobenheit von Rassismus und Ableism in unserem Alltag auf die Spur zu kommen.


Download (40:10 min, 36,7 MB)

VerQueert Denken – Normalität(en) hinterfragen

15 Okt

Prof. Dr. María do Mar Castro Varela
22.Okt.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

„Der Begriff heterosexuelle Matrix steht [...] für das Raster der kulturellen Intelligibilität, durch das die Körper, Geschlechtsidentitäten und Begehren naturalisiert werden. [...] Es geht darum, ein hegemoniales diskursives/epistemisches Modell der Geschlechter-Intelligibilität zu charakterisieren, das folgend unterstellt: Damit die Körper eine Einheit bilden und sinnvoll sind, muß es ein festes Geschlecht geben, das durch die zwanghafte Praxis der Heterosexualität gegensätzlich und hierarchisch definiert ist“. [Judith Butler]

Was ist eine „heterosexuelle Matrix“? Was ein „Raster der kulturellen Intelligibilität“? Queer Studies sind voraussetzungsvoll. Gleichzeitig stellen sie eine Perspektive dar, die nicht nur das Denken schult, sondern dasselbe eben nötigt anders zu denken.
Seit den 1990er Jahren etablierten sich Queer Studies nach und nach in der anglophonen Hochschullandschaft und auch im deutschsprachigen Raum sind sie nicht mehr aus den Gender Studies wegzudenken. Im Vortrag sollen einige der Herausforderungen queeren Denkens vorgestellt und darüber hinaus Queering als permanent-kritischer Prozess dargelegt und zur Diskussion gestellt werden. Ein Fokus wird dabei auf die Verbindung zur Postkolonialen Theorie gelegt. Womit deutlich gemacht werden soll, inwieweit Sexualitätsdiskurse internationale Macht- und Herrschaftssysteme (etwa Imperialismus aber auch Migrationsregimes) etablieren halfen und bis heute stabilisieren. Und warum Rassismus und heteronormative Reproduktivität aufs engste miteinander verlinkt sind.


Download (72:41 min, 66,4 MB)

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