Schlagwort-Archiv: Raumsoziologie

Dr. Nina Schuster – Urban Queer Spaces: Raumproduktionen von Drag Kings und Transgender

22 Okt

03.11.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Universitätsplatz 1, Halle

Viele Queers, also Menschen, die sich selbst als lesbisch, schwul, bisexuell, Drag Kings, Drag Queens, transgender, intersexuell oder… bezeichnen, haben ein gespaltenes Verhältnis zu städtischen öffentlichen Räumen. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Raum durch heterosexuelle Normen geprägt ist, die sich auf nahezu alle Dinge des Alltagslebens beziehen. Entsprechende Normen geben vor, welche Daseinsformen als normal, welche als abweichend zu gelten haben, welche sichtbar gemacht werden und welche unsichtbar sein sollen. Menschen, die sich nicht diesen geschlechts- und sexualitätsbezogenen Normen anpassen können bzw. wollen, werden auch heute noch mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert, häufig verbunden mit Gewalt. Zugleich gibt es seit vielen Jahrzehnten zahlreiche Formen der Aneignung und Produktion queerer Räume – in städtischen öffentlichen Räumen ebenso wie in gegenöffentlichen Bereichen.

Der Vortrag diskutiert anhand von Beispielen der Raumproduktion von Drag Kings und Transgender, wo und wie queere Räume in verschiedenen Städten hergestellt werden, mit dem Ziel, sich einer Definition queerer Räume anzunähern. Anschließend kann gemeinsam diskutiert werden, inwiefern queere Räume bereits die Stadt prägen und welche Möglichkeiten bestehen, auch weiterhin und verstärkt Normen, die sich im Raum niederschlagen, zu unterwandern und zu verändern.

Weitere Informationen zu Nina Schuster findet ihr hier.

Dr. Imke Schmincke – Von Ausgehverboten zu Slutwalks: Gender, Sexualität und Körper in der Konstruktion und Politisierung von (urbanen) Räumen

7 Okt

20.10.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Universitätsplatz 1, Halle

Seit einiger Zeit wird in der Soziologie auch über stadtsoziologische Perspektiven hinaus der Raum neu diskutiert. Dabei deutet ein sozialwissenschaftliches Verständnis Raum als Produkt sozialer Praxis. Raum wird also erst in Handlungen, durch Gegenstände und Menschen produziert. Dass damit aber auch soziale Ordnungen mit produziert werden, ist Thema des Vortrags, der zunächst eine Einführung in aktuelle Raum-Konzepte geben wird, um dann das Verhältnis von Raum, Körper und Sozialem am Beispiel der „Gefährlichen Orte“ zu verdeutlichen. Am Schluss sollen aus der hier vorgestellten Perspektive Fragen nach der Bedeutung von Geschlecht und Sexualität für die Produktion, Stabilisierung und evtl. Unterminierung von Räumen aufgeworfen und an aktuellen Beispielen diskutiert werden.

Weitere Informationen zu Imke Schminke findet ihr hier.

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