Schlagwort-Archiv: soziale Ungleichheit

konstruktiv dekonstruktiv. lsbt und queer in der Aufklärungs- und Bildungsarbeit

17 Sep

Ammo Recla, Berlin

15.Jan.2008, 19.30 Uhr, Audimax, Hörsaal XXIII, Uniplatz 1, Halle

Welchen Zielen folgen Aufklärungs- und Bildungsarbeit aus einer queeren, d.h. nicht normativer Heterosexualität verpflichteten Perspektive? Geht es vor allem darum, Jugendliche mit der Vielfalt lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Lebensweisen bekannt machen und damit ihre Bereitschaft zur Akzeptanz zu fördern? Oder steht im Vordergrund, den kritischen Blick auf heteronormative Zurichtungen in der Gesellschaft und die eigene Position darin zu schärfen? Besteht zwischen diesen beiden Anliegen (zumindest tendenziell) ein Widerspruch oder handelt es sich eher darum, Schwerpunkte zu setzen? Wie groß ist die Gefahr, Identitäten zu essenzialisieren, auch wenn sie in Vielfalt präsentiert werden? Und können nicht umgekehrt die konkreten “Anderen” aus dem Blick geraten, wenn es um eher abstrakte Normierungsmechanismen geht? Welchen Stellenwert haben Begegnungen und Gespräche mit diesen “Anderen”? Wie sind die Fragen nach lsbt Lebensweisen und Kritik der Heteronormativität mit Fragen nach weiteren Formen sozialer Ungleichheit verbunden und wie lässt sich dem pädagogisch-methodisch gerecht werden?

Ammo Recla stellt das eigene Projekt und Arbeitsergebnisse vor und lädt ein zur Diskussion über Ziele und Methodik queerer Pädagogiken.



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Intersektionalität und queere Pädagogik – eine Verhältnisbestimmung

17 Sep

Dr. Jutta Hartmann, Hildesheim
04.Dez.2008, 19.30 Uhr, Audimax, Hörsaal XXIII, Uniplatz 1, Halle

Intersektionalität steht als relativ neues Forschungsparadigma im Bereich der sozialen Ungleichheitsforschung in enger Verwandtschaft zur queer theory: beide erheben den Anspruch, multiple und konfligierende Kategorisierungsprozesse zu analysieren. Die Frage nach Verbindungen und Trennungen und schließlich nach dem Potential, das beide Ansätze füreinander entwickeln können, soll genauso erörtert werden, wie der Stellenwert von Intersektionalität für eine (queer verstandene) Pädagogik, die unter anderem Normierung und Normalisierung als zentrale Kategorien zu bearbeiten sucht.


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“… und erkläre Sie hiermit zu Mann und Frau” – Heteronormativität als Konzept zur Analyse sozialer Verhältnisse.

21 Aug

Thomas Viola Rieske, Berlin
06.Nov.2008, 19.30 Uhr, Audimax, Hörsaal XXIII, Uniplatz 1, Halle

Heteronormativität wird im Rahmen von Queeren Theorien als Analysebegriff benutzt, um die machtvolle Durchdringung von Körpern, Selbstverständnissen und Lebensmöglichkeiten durch Vergeschlechtlichung und Sexualisierung zu begreifen. Als Weiterentwicklung von Begriffen und Analysen aus der Frauen- und Geschlechterforschung sowie den Gay & Lesbian Studies benennt er normative Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit als zentrale Struktur moderner westlicher Gesellschaften, die gemeinsam mit weiteren Strukturen hierar-chisierte Subjektpositionen herstellt.

Der Begriff dient dem Verständnis der Herstellung sozialer Ungleichheit und der Reflexion politischen Handelns. In dem Vortrag wird die Geschichte des Begriffs dargestellt und verschiedene Verwendungsweisen erläutert. Anhand von Analysen aus verschiedenen Forschungskontexten (Vergeschlechtlichungsprozesse im Jugendalter, neoliberale Sexualitätspolitiken im Kontext von Orientalismus und Terrorismus, anti-heteronormative Praktiken) werden das Erkenntnispotenzial dieses Begriffes erläutert, Probleme bei seiner Verwendung diskutiert und Möglichkeiten der Weiterentwicklung vorgestellt.



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