Schlagwort-Archiv: Vielfalt

Schulaufklärungsprojekt “Liebe bekennt Farbe” sucht noch Verstärkung

18 Apr

Hier ein Aufruf des RosaLinde e.V. in Leipzig:

Schulaufklärungsprojekt “Liebe bekennt Farbe”

Wir suchen junge Menschen, die in Schulen Aufklärungsveranstaltungen zu den Themen Homosexualität, Transidentität, Geschlechterrollen, Vielfalt, Diskriminierung, etc. moderieren möchten.

Du bist …
› zwischen 18 und 27
› selbst schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender
› oder heterosexuell und hast in Deiner Familie/im Freundeskreis engeren Kontakt zu Menschen, die homosexuell oder transident leben
› aufgeschlossen, teamfähig, an den Themen Gleichberechtigung, Antidiskriminierung und Chancengleichheit für alle interessiert

Du möchtest …
› ehrenamtlich tätig werden
› Praxiserfahrung im pädagogischen Bereich sammeln

Wir bieten Dir …
› eine kostenlose Ausbildung zum/zur ModeratorIn schulischer und außerschulischer Aufklärungsveranstaltungen
› eine fachliche Begleitung Deiner ehrenamtlichen Praxis
› regelmäßigen Austausch mit anderen TeamerInnen und der Projektleitung

JETZT BIST DU GEFRAGT!
Wenn Du mehr erfahren möchtest, melde Dich bei uns:

RosaLinde Leipzig e.V.
Lange Straße 11
04103 Leipzig

Telefon: 0341/8790173
E-Mail: beratung@rosalinde.de

Bis bald! Wir freuen uns auf Dich.

Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass Menschen, die in Schulen arbeiten, über oben genannte Kontaktdaten auch sehr gern das Projekt anfragen können.

Queering Diversity

28 Jan

02.02.2011, 19 Uhr, Radio Corax, Unterberg 11, Halle

Klemens Ketelhut/Thea Wende

Diversity avanciert in handlungstheoretischen Konzepten zunehmend zum Hoffnungsträger im Umgang mit als komplex wahrgenommenen Heterogenitätsstrukturen. So wird ökonomisch auf Diversity-Management gesetzt, um aus Unternehmen im weitesten Sinne multikulturelle Organisationen zu machen, um Vielfalt als Chance und nicht als Schwierigkeit zu interpretieren. Diversity-Education hingegen fokussiert auf unterschiedlich zusammengesetzte Klassen- oder Schulgemeinschaften und entwickelt Konzepte, die vorgefundene Vielfalt als positive Ressource zu begreifen und zu nutzen. Diese beiden Beispiele zeigen, welche Diskurse im Fahrwasser der Debatte um den Umgang mit Verschiedenheit mitschwimmen. Dennoch erscheint Diversity spätestens auf den zweiten Blick problematisch: die Umstellung von Ungleichheit auf Verschiedenheit, die dem Konzept zugrunde liegt, hat durchaus als kritisch zu bezeichnende Implikationen. War und ist Ungleichheit als sozialwissenschaftliche Kategorie nach wie vor anleitend für eine Erforschung und Auseinandersetzung vor allem mit ihren eigenen Ursachen (sei es in der klassisch-soziologischen Ungleichheitsforschung, sei es in neueren Ansätzen wie dem der Intersektionalität), kann Diversity als eine weitgehend pragmatisch verstandene Konzeption gelesen werden, die die Hintergründe des Vorgefundenen auszublenden scheint.

Der Salon will einen Raum eröffnen, dieses Spannungsfeld, das sich zwischen Verschiedenheit und Ungleichheit ergibt, genauer zu bestimmen und zu diskutieren. Dabei kann es sowohl um einen queeren Blick auf das Konzept von Diversity gehen als auch um die Auseinandersetzung der unterschiedlichen Vorgehen im Umgang mit Ungleichheit und Verschiedenheit und deren (politische, theoretische und/oder handlungsleitende) Implikationen.

Weitere Informationen zu Klemens Ketelhut und Thea Wende findet ihr unter Terminplan.

konstruktiv dekonstruktiv. lsbt und queer in der Aufklärungs- und Bildungsarbeit

17 Sep

Ammo Recla, Berlin

15.Jan.2008, 19.30 Uhr, Audimax, Hörsaal XXIII, Uniplatz 1, Halle

Welchen Zielen folgen Aufklärungs- und Bildungsarbeit aus einer queeren, d.h. nicht normativer Heterosexualität verpflichteten Perspektive? Geht es vor allem darum, Jugendliche mit der Vielfalt lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Lebensweisen bekannt machen und damit ihre Bereitschaft zur Akzeptanz zu fördern? Oder steht im Vordergrund, den kritischen Blick auf heteronormative Zurichtungen in der Gesellschaft und die eigene Position darin zu schärfen? Besteht zwischen diesen beiden Anliegen (zumindest tendenziell) ein Widerspruch oder handelt es sich eher darum, Schwerpunkte zu setzen? Wie groß ist die Gefahr, Identitäten zu essenzialisieren, auch wenn sie in Vielfalt präsentiert werden? Und können nicht umgekehrt die konkreten “Anderen” aus dem Blick geraten, wenn es um eher abstrakte Normierungsmechanismen geht? Welchen Stellenwert haben Begegnungen und Gespräche mit diesen “Anderen”? Wie sind die Fragen nach lsbt Lebensweisen und Kritik der Heteronormativität mit Fragen nach weiteren Formen sozialer Ungleichheit verbunden und wie lässt sich dem pädagogisch-methodisch gerecht werden?

Ammo Recla stellt das eigene Projekt und Arbeitsergebnisse vor und lädt ein zur Diskussion über Ziele und Methodik queerer Pädagogiken.



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