Schlagwort-Archiv: Volker Woltersdorff

Dr. Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe: It’s the Economy, Queer! Sexuelle Arbeit und neoliberaler Kapitalismus

6 Nov

17.11.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Universitätsplatz 1, Halle

Spätestens seit der Krise des neoliberalen Kapitalismus stehen ökonomische Fragen auch auf der Tagesordnung von Queer Politics. Das Verhältnis der Analyse von Kapitalismus und Heteronormativität war lange von wechselseitigen Auslassungen geprägt. Inzwischen häufen sich theoretische und politische Ansätze, die queer-feministische Perspektiven auf Arbeit und Kapitalismus eröffnen, zum Beispiel die Konzepte der „sexuellen Arbeit“ (Boudry/Kuster/Lorenz), der „divergenten Ökonomien“ (Gibson-Graham) oder der gouvernementalen Prekarisierung (Lorey). Trotzdem gibt es Konflikte um die Positionsbestimmung von Queer Politics innerhalb von Kapitalismuskritik. Dabei steht auf dem Spiel, welchen Stellenwert die Kritik an der Normalisierung von Sexualität und Geschlecht innerhalb der neoliberalen Gesellschaftstransformation hat und was sie zu möglichen Auswegen daraus beiträgt. Handelt es sich hier um gemeinsame, gegenläufige oder völlig getrennt verlaufende Kämpfe? In jedem Fall ist eine Perspektive sexueller und geschlechtlicher Emanzipation beim Nachdenken über Re-/Produktionsverhältnisse unerlässlich.

Weiter Informationen zu Volker Woltersdorff findet ihr hier.

Hegemoniale und andere Männlichkeiten

17 Sep

Dr. Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe, Berlin
29.Jan.2008, 19.30 Uhr, Audimax, Hörsaal XXIII, Uniplatz 1, Halle

Für die kritische Untersuchung von Männlichkeiten, die Unterschiede, Widersrpüche und Machtgefälle auch innerhalb der Gruppe der “Männer” berücksichtigt, hat Robert (mittlerweile Raywyn) Connells Konezpt inzwischen große Bedeutung gewonnen. Der Vortrag stellt das Konzept hegemonialer Männlichkeit vor und erörtert es kritisch. Neben dem Blick auf hegemoniale Männlichkeit sollen ebenfalls einige der anderen Männlichkeiten vorgestellt werden, die durch die hegemoniale marginalsiert werden, aber auch an deren Privilegien partizipieren können. Dabei soll es vor allem um solche Männlichkeiten gehen, die aus einer queeren Perspektive in den Fokus geraten: Drag Kings, Trans*männer, Butches, Queers of Color, Schwule, Metrosexuelle und Sissy Boys. Welche politischen Bündnisse und Konflikte können sich daraus für ein queer-feministisches Projekt ergeben? Wie ist die aktuelle Konjunktur von Männlichkeiten in queeren Subkulturen zu bewerten? Entwickeln diese Männlichkeiten utopische Potenziale postpatriarchaler Geschlechterwelten, oder gehört Männlichkeit – in welcher Form auch immer – nicht eher verdientermaßen auf den Müllhaufen der Geschichte?


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