Veranstaltungshinweise

Veranstaltungstipp: Diskriminierungsbingo

Vortrag: Diskriminierungsbingo. Warum Ungleichheit keine Einbahnstraße ist….

11.07.2012, 19Uhr in der RosaLinde in Leipzig
Politik gegen Diskriminierung ist – auch und wohl gerade heute – ein wichtiges Instrument, um ungleiche soziale Verhältnisse zu benennen und zu problematisieren. In der Regel werden solche Politiken im Namen von Gruppen gemacht: im Namen „der Lesben“, „der Männer“ oder „der Behinderten“. Der Vorteil ist: Forderungen können klar formuliert und Lösungen relativ eindeutig beschrieben werden. Kompliziert wird es, wenn die Bedürfnisse und Problemlagen von verschiedenen benachteiligten Gruppierungen in einen Konflikt zueinander gestellt werden. Beispielhaft kann dies an der Auseinandersetzung „Muslime versus Schwule“ gezeigt werden, die – seit vielen Jahren – durch die Medien reist. Präzisiert man den Ausgangspunkt dieses angeblichen Konfliktes, dann wird klar, dass ein Problem in der Reduzierung der scheinbar beteiligten Gruppen auf je ein Merkmal der sozialen Ungleichbehandlung liegt.

Wir wollen versuchen, in unserem Vortrag genauer hin zuschauen: wie kann eine solche Verkürzung theoretisch aufgebrochen werden, wie können solche Konflikte präzise analysiert werden? Und: welche Konsequenzen kann eine neue Perspektive auf Ungleichheit und Ungleichbehandlung für gemeinsame Aktivitäten gegen Diskriminierung bedeuten?

Um uns diesen Fragen anzunähern, beschreiben wir zunächst kurz das Konzept der intersektionalen Analyse von Ungleichheit, führen es dann in einem zweiten Schritt beispielhaft vor um in einem dritten Schritt zu diskutieren, was das für politisches Handeln bedeuten kann.

Referent_innen:

Stefanie Krüger hat Diplomerziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert. Außerdem ist sie seit mehreren Jahren in einer studentischen Initiative, die Veranstaltungen zu Themen der queer theory organisiert, aktiv.

Klemens Ketelhut, M.A., ist staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger, studierte Ökonomie, Soziologie und Rehabilitationspädagogik und arbeitet seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg am Institut für Pädagogik. Forschungsschwerpunkte: Historische Bildungsforschung sowie aktuelle Fragen der Gender- und Queerstudies.

Veranstalter_in: RosaLinde Leipzig e.V

Eintritt: kostenfrei

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Ein Kommentar zu „Veranstaltungstipp: Diskriminierungsbingo

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