Uncategorized

Demo zum IDAHIT* in Leipzig

17.05.2013, Leipzig, Start: 16 Uhr, Lene-Voigt-Park, Ende: 19 Uhr, Augustusplatz

Der RosaLinde Leipzig e.V. veranstaltet am 17.05.2012 zusammen dem Referat für Gleichstellungs- und Lebensweisenpolitik des StudentInnenRates der Universität Leipzig erstmals eine Demonstration zum IDAHIT* (International Day Against Homophobia, Interphobia and Transphobia). Die Demonstration startet um 16 Uhr im Lene-Voigt-Park und endet um 19 Uhr am Augustusplatz. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Diskriminierung und Ungleichbehandlung von intersexuellen Menschen, Transgendern und lesbisch, schwul und bisexuell lebenden Personen.

idahit_front

Anlass dieser Demonstration ist der 17.05.1990. An diesem Tag hat die Weltgesundheitsorganisation beschlossen, Homosexualität aus ihrem Krankheitskatalog zu streichen. Bis dahin galt Homosexualität als psychische Störung, die therapiebedürftig war. Trans- und Intergeschlechtlichkeit werden auch heute noch pathologisiert und als „Störung der Geschlechtsidentität“ bzw. „Sexualdifferenzierungsstörung“ bezeichnet. Für transidente Menschen hat dies zur Folge, dass ihnen gewünschte Hormonbehandlungen und Operationen – insbesondere im Jugendalter – vorenthalten bzw. nur über einen langen juristischen und psychopathologischen Weg ermöglicht werden. Im krassen Gegensatz dazu werden Kinder mit uneindeutigen Genitalien in der Regel kurze Zeit nach der Geburt geschlechtsangleichenden Operationen unterzogen, die in vielen Fällen mit Komplikationen verbunden sind und oft lebenslange Hormontherapien nach sich ziehen. Von vielen Betroffenen wird dies im Nachhinein als äußerst traumatisierend beschrieben und daher ein Stopp vereindeutigender Eingriffe an intergeschlechtlichen Kindern gefordert.

idahit_back

Auch schwul, lesbisch und bisexuell lebende Personen sind immer noch Diskriminierung ausgesetzt. „Schwul“ gilt weiterhin als Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen. Verbale, psychische, strukturelle und nicht selten körperliche Gewalt führen gerade bei jungen Menschen zu enormen Belastungen. Beachtlich ist auch die Tatsache, dass das Suizidrisiko bei lsbti*-Jugendlichen nach wie vor vier bis sieben Mal höher ist als bei heterosexuellen Jugendlichen (bestätigt durch die deutsche Bundesregierung in Bundestagsdrucksache 16/4818). Volle gesellschaftliche Anerkennung erschöpft sich daher nicht in der Gleichstellung der sog. Homo-Ehe und im Einräumen von Adoptionrechten. Es geht um einen viel grundlegenderen, gesellschaftlichen Wandel, der auch Einstellungen und Verhaltensweisen der für „normal“ gehaltenen Mehrheit betrifft.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage der RosaLinde.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s