Aktion · Gegenaktion · Podiumsdiskussionen

Stellungnahme zur Kritik an unserer Veranstaltung mit Laurie Penny

Liebe Freund_innen von que(e)r_einsteigen,

wir haben uns in den letzten Wochen viel Zeit genommen, uns mit dem Thema Antisemitismus auseinander zu setzen und uns zur Kritik an der Veranstaltung mit Laurie Penny zu positionieren und wollen nun folgende
Punkte klar stellen:
• Wir, der AK que(e)r_einsteigen, stellen uns deutlich gegen Antisemitismus.
• Wir distanzieren uns von Aktionen wie „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS), die zu Boykotten von Waren aus Israel aufrufen, ebenso wie von Boykottaufrufen gegen kulturelle Zusammenarbeit mit israelischen Institutionen. Wir unterstützen das Existenzrecht des Staates Israel (jedenfalls so lange es Staaten gibt).
• Wir bewerten Äußerungen Laurie Pennys zu Israel einheitlich als, mindestens de facto, strukturell antisemitisch.
• Zumindest ist uns bewusst geworden, dass wir uns innerhalb der Gruppe im Vorfeld Pennys auf Israel bezogene Äußerungen nicht genug diskutiert haben. Um das zu ändern, werden wir uns als Gruppe intern stärker mit Antisemitismus beschäftigen. Außerdem planen wir eine Veranstaltung zu Antisemitismuskritik im WiSe
• Hätten wir diese Diskussion vor der Veranstaltungsplanung geführt, hätten wir uns gegen eine Beteiligung an der Veranstaltung entschieden.

Wir können die Kritik an Laurie Pennys Aussagen nachvollziehen und manche von uns teilen die Kritik. Jedoch verurteilen wir einige der Formen des Protestes gegen die Veranstaltung, die manche Kritiker*innen gewählt haben – Androhungen körperlicher Gewalt, sexistische Kommentare bzw. Lächerlichmachung feministischer Kritik, Einschüchterungsversuche, Bedrohungen, Beschimpfungen und Nazigleichsetzungen.

Mit que(e)rfeministischen und antifaschistischen Grüßen,
AK que(e)r_einsteigen

PS: Hier ist der Link zum offenen Brief, den noHalgida an uns und die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt geschrieben hat.

PPS.: Die oben erwähnte Veranstaltung in Form eines Vortrages von Merle Stöver zum Thema findet leider erst im Sommersemester 2017 statt.

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3 Kommentare zu „Stellungnahme zur Kritik an unserer Veranstaltung mit Laurie Penny

    1. Die Veranstaltung wurde im Wesentlichen von der HBS ausgerichtet. Es wäre schlicht und einfach nicht in unserer Macht gewesen, diese „abzublasen“. Abgesehen davon ermöglicht die Art und Weise, wie der AK funktioniert, nunmal keine schnellen Entscheidungen.

      1. Vielleicht ist der AK ja doch nicht so kritikresistent, wie es an diesem Abend schien. Pennys Positionen sind m.E. sehr antifeministisch, hat sich damit schonmal jemand näher beschäftigt?
        Ein Vortrag von Merle Stöver zum Thema Antisemitismus im Feminismus wäre tatsächlich interessant.

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