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Vinzent Vogt: Schubladendenken im Flüchtlingsrecht – Zur Anerkennung geschlechtsspezifischer Verfolgung

Heute (schon in zwei Stunden!) findet der erste Vortrag unserer aktuellen Veranstaltungsreihe statt. Wir freuen uns sehr auf euch!

Flucht und Zwangsmigration haben in verschiedener Hinsicht genderspezifische Ursachen und Auswirkungen – sowohl bezüglich Fluchtgründen, Fluchtzielen, aber auch bezüglich besonderer Gefährdungslagen. Nach einem Überblick über diese genderspezifischen Aspekte von Flucht sowie über die Rechtssystematik des deutschen und europäischen Asylrechts nimmt der Vortrag insbesondere die Anerkennung von geschlechtsspezifischen Fluchtursachen ins Auge. Ausgehend vom Flüchtlingsbegriff der Genfer Flüchtlingskonvention soll aufgezeigt werden, wie in der früheren Rechtsprechung in Deutschland genderspezifische Verfolgung ausgeblendet wurde und wie queerfeministische Akteur*innen hier positive Veränderung in der Anerkennungspraxis erringen konnten. Weiterhin wird beleuchtet, welche Geschlechterkonstruktionen hinter dieser Einordnung stecken und wie dadurch die Gefahr der Essentialisierung von Identitäten besteht.

Vinzent Vogt beendet gerade sein Jurastudium an der Uni Halle und ist wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Dirk Hanschel. Er beschäftigt sich mit Migrationsrecht im Praxisprojekt Migrationsrecht in Halle, im Netzwerk Migrationsrecht sowie als Mitbegründer von refugee law clinics abroad. Außerdem arbeitet er zu Legal Gender Studies und Antidiskriminierungsrecht und hat in Halle das Forum Legal Gender Studies mitbegründet.

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