Lea Schmid: Lookismus – Normierte Körper – Diskriminierende Mechanismen – (Self-)Empowerment

Am Sonntag, den 11.06.2017, liest Lea Schmid ab 16 Uhr in der Goldenen Rose, Rannische Straße 19 aus dem Buch „Lookismus: Normierte Körper – Diskriminierende Mechanismen – (Self-)Empowerment“. Es erschien im März 2017 im Unrast Verlag und wurde von Darla Diamond, Petra Pflaster und Lea Schmid herausgegeben. Die Lesung findet in Kooperation mit Vegan in Halle im Rahmen des Veganen Kaffeeklatsches, der bereits 15 Uhr beginnt, statt.

Warum wird medial nicht mit Schwarzen, dicken, nackten Körpern geworben? Oder mit einer Person im Rollstuhl? Wozu brauche ich einen Körper, der ›beachbody-ready‹ ist? Seit Kurzem werden diese Diskriminierungsformen innerhalb des Konzepts des ›Lookismus‹ behandelt, welches größtenteils unbemerkt und bisher nur unzulänglich fundiert in der Reihe bekannter Diskriminierungskonzepte Position bezieht.
Dieser neue -ismus scheint notwendig zu sein, um eine weitere Ausprägung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen in Form von körper- und attraktivitätsbezogenen Diskriminierungen und Regulierungen erkennen, identifizieren und beschreiben zu können. Das sich derzeit herausbildende Konzept wird jedoch erst zeigen müssen, inwiefern es für die theoretische Analyse und die praktische Arbeit geeignet ist.
Der vorliegende Band stellt daher nicht nur eine Einführung in das Konzept des Lookismus dar, sondern arbeitet zugleich an einer Weiterentwicklung des noch jungen Ansatzes, indem er sich mit seinen diversen Facetten und Anwendungsbereichen auseinandersetzt und ihn zu anderen -ismen in Beziehung setzt. Zudem werden mit der kritischen Thematisierung bestehender Empowerment-Konzepte auch praktische Perspektiven aufgeworfen.

Beteiligt waren zwölf Autor*innen, die sich mit jeweils unterschiedlichen fachlichen und praktischen Backgrounds mit dem Thema befassen. Mit Beiträgen von Hengameh Yaghoobifarah, SchwarzRund, Lila Adama, Erika Niedermeier, Steffen Loik Molina, Corinna Schmechel, Philippe Greif, Nadine Sarfert, Hemaseh Jalali, amber.violent und weiteren.

Lea Schmid hat angewandte Sozialwissenschaften an der OTH Regensburg studiert und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Bereich ›Antifeminismus‹.

Hinweis:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch beleidigende, sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Gleiches gilt für Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch derartiges Verhalten in Erscheinung getreten sind.