Luise F. Pusch: Weibliche Kunden und männliche Kundinnen: Der Ärger mit der deutschen Sprache

Zu den Themen „hate speech“ und „verrohte Sprache“ hat Luise F. Pusch diverse Glossen verfasst – vor allem aber hat sie mit hate speech intensive persönliche Erfahrungen, zuletzt durch einen 10 Tage langen Shitstorm nach ihrer Glosse „Frauenquote fürs Cockpit“. Davon wird sie berichten…

Die renommierte Sprachwissenschaftlerin, Schriftstellerin & Publizistin ist im Bereich Frauenforschung tätig und arbeitet seit den 1970er Jahren daran, Frauen in der Sprache und anderen symbolischen Systemen gleichberechtigt sichtbar zu machen. Dafür hat sie sich in zahllosen Aufsätzen, Glossen, Vorträgen, Workshops und Streitgesprächen eingesetzt. Nicht nur für Heiterkeit sorgte ihre Forderung nach kompensatorischer Gerechtigkeit: Statt des sog. „generischen“ Maskulinums nunmehr das generische Femininum einzuführen: „Unser Betrieb hat 30 Mitarbeiterinnen, darunter 10 männliche“.

In Büchern wie „Das Deutsche als Männersprache“ (1984) und „Alle Menschen werden Schwestern“ (1990) setzt sich Luise F. Pusch damit auseinander, dass die Frau sprachlich noch immer benachteiligt ist und entwertet wird.

Die feministische Linguistik setzt sich seit Jahrzehnten für eine geschlechtergerechte bzw. gendergerechte Sprache ein. Luise F. Pusch ist eine international bekannte Expertin im Feld der feministischen Linguistik und hat zahlreiche Bücher über berühmte Frauen verfasst. Schwerpunkte ihrer Forschung und publizistischen Tätigkeit liegen u.a. in den Bereichen feministische Sprachkritik, Frauenbiographien und Lesben sowie Lesbenpolitik.

Franckesche Stiftungen im Großen Hörsaal der Erziehungswissenschaften Franckeplatz 1 / Haus 31, Halle

Kooperationsveranstaltung mit der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt, dem Frauenpolitischen Runden Tisch Halle, Frauenzentrum Weiberwirtschaft / Dornrosa e.V.