Vortrag

Deviante Körper

17.03.2011, 19 Uhr, Radio Corax, Unterberg 11, Halle/Saale

Ira Schumann/Klemens Ketelhut

In einem ersten Schritt soll es um die Frage gehen, warum manche Körper als deviant, als nicht normal eingestuft werden und wie solche Einstufen mit dem Erhalt sozialer Ordnung zusammenhängen könnten. Nach diesem allgemeinen Teil wird spezieller der „behinderte“ Körper und seine stabilisierende Funktion für die Idee von Nichtbehinderung, von Unversehrtheit in den Blick genommen.

Weitere Informationen zu Ira Schumann und Klemens Ketelhut findet ihr unter Terminplan.

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Vortrag

Rassifizierung + Behinderung geteilt durch Sexualität = hä?

Christiane Hutson
17.Dez.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Die Verwobenheit von Rassismus, Ableism und HeteroSexismus ist keine scheinbar schwer zu lösende Rechenaufgabe, sondern etwas, das unseren Alltag bestimmt. In diesem interaktiven Vortrag wird den theoretischen wie alltäglichen Aspekten dieser Verwobenheit in drei Schritten nachgegangen. Im ersten Teil wird ein Konzept vorgestellt, das Versklavung, Genozid und Orientalismus als drei Säulen weißer Vorherrschaft versteht. HeteroSexismus ist dabei die politisch-soziale Organisationsform, die durch Versklavung, Genozid und Orientalismus weiße Vorherrschaft aufrecht erhält. Der zweite Teil des Vortrags stellt die Frage, wie Ableism (strukturelle Behindertenfeindlichkeit) innerhalb der rassistischen Praxen Versklavung, Genozid und Orientalismus zum Tragen kommt. Im dritten Teil werden beide Schritte mit der Frage zusammengeführt, warum die Reflexion von HeteroSexismus unerlässlich ist, um der unauflöslichen Verwobenheit von Rassismus und Ableism in unserem Alltag auf die Spur zu kommen.

Download (40:10 min, 36,7 MB)

Vortrag

Doing Gender, Doing Whiteness, Doing TAB – Queer im Fokus intersektionaler Kritik

Dr. Eske Wollrad
03.Dez.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Queere Bewegungen und Theorien, die auf die Dekonstruktion vermeintlich biologisch bestimmter Geschlechter und Sexualitäten zielen, haben nicht nur große Begeisterung ausgelöst, sondern auch kritische Stimmen auf den Plan gerufen. Heute kommen diese nicht mehr nur aus der traditionellen Genderforschung, sondern ebenso aus postkolonialer Theorie wie aus den Disability Studies, die die Normativität des „zeitweise Nicht-Behindertseins“ (temporarlily able-bodiedness – TAB) problematisieren.

Der Vortrag behandelt zum einen die Gemeinsamkeiten der Queer sowie der Critical Whiteness Studies. Der zweite Teil diskutiert die Unterschiede zwischen beiden und die „weißen Flecken“ der Queer Theorien. Im letzten Teil werden grundlegende Kritikpunkte an Queer seitens der Disability Studies vorgestellt, die verdeutlichen, dass sich normative Vorstellungen hinsichtlich des „doing gender“ nur auf in bestimmter Weise konstruierte Körper beziehen.

Download (38:30 min, 35,2 MB)