Podiumsdiskussionen

Die Angst vor dem G-Wort – Eine Podiumsdiskussion zu Gender, Ideologie und Wissenschaftlichkeit

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Do, 10.07.2014, 18:00
Hörsaal 1, Haus 30, Franckesche Stiftungen
Die Angst vor dem G-Wort
Eine Podiumsdiskussion zu Gender, Ideologie und Wissenschaftlichkeit

organisiert vom AK que(e)r_einsteigen
in Zusammenarbeit mit dem FSR III

In den jüngsten Debatten um Gleichstellungsmaßnahmen und Schulbildungspläne führten Kritiker_innen wiederholt ein Wort im Munde, das für Furore sorgte: „Gender-Ideologie“. Darin steckt der Vorwurf, die Beschäftigung mit gender sei generell übertrieben – schließlich leben wir doch in einer aufgeklärten Gesellschaft, oder? Oft geht mit einer solchen Kritik auch einher, dass die Gender-Studies als Wissenschaft infrage gestellt werden.
Um solche und weitere Vorwürfe zu beleuchten, gab das Gunda-Werner-Institut in Berlin 2013 die Broschüre Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie. Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse heraus. Die darin erschienenen Texte ermöglichen eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema und beleuchten die Hintergründe von Ideologie-Vorwürfen.
Wir möchten mit den zwei Mitherausgeber_innen Regina Frey (Genderbüro, Berlin) und Sebastian Scheele (Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, TU Berlin) über Gender-Verschwörungstheorien und Antifeminismus sprechen und fragen, was das eigentlich alles mit den aktuellen Demos gegen Bildungspläne zu tun hat.

Moderiert wird der Abend von Thomas Viola Rieske (Dipl.-Psychologe, Dissens e.V.).
Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch!

Zur zugehörigen Facebook-Veranstaltung geht es hier entlang!

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Zum Weitersagen&Weiterleiten: Genderforschung in Sachsen-Anhalt – Ausschreibung Förderpreis & Call for Papers

Um die Bedeutung der Genderforschung in der Wissenschaft hervorzuheben, schreibt die Koordinierungsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt 2014 erneut einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Die vollständige Ausschreibung findet sich hier.

Zudem findet am 06. November 2014 von 10.00 – 18.00 Uhr an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg der 4. landesweite Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt statt. Die Tagung richtet sich an Promovierende und Postgraduierte. Nachwuchswissenschaftler_innen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten und laufenden Projekte zur Genderforschung vorzustellen und mit den weiteren Teilnehmer_innen der Konferenz zu diskutieren. Der vollständige Call ist hier zu finden.

Workshops

Queerer Drag Workshop – Sei der_die Frau / Mann / Butch / Boy / Femme / Kerl / Grrrl / Lady / Star ( / … ) deiner Träume!

dragwsplakat

Uhrzeit
Samstag, den 14.06.2014 von 16.00–21.00 Uhr
(danach, spontan/bei Interesse, Selbstinszenierung im öffentlichen Raum)
Sonntag, den 15.06.2014 von 11.00–16.00 Uhr

organisiert vom AK que(e)r_einsteigen
in einer Kooperation mit dem Dornrosa e.V.
gefördert durch die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung und die Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt

hms rosalux

 

 

 

 

Die Dragqueen Ru Paul behauptete gerne – wir sind nackt geboren, alles andere ist Drag. Wir verstehen Geschlechter als Inszenierungen, einen Mann im Anzug ebenso wie eine Lady oder Queen, die sich schminkt, subtile Geschlechterperformances ebenso wie ein bewusstes in Szene setzen. In diesem Workshop möchten wir uns mit dem besonderen Fokus der Inszenierung von Drag auseinandersetzen.
Die Inszenierung ist als Appell gemeint, nicht sich selbst und andere in der sehr individuellen Auslebung jedweder bisher unbekannter Genderexpression zu zensieren. Den Blick freizumachen für die Schönheit jenseits von Zweigeschlechtlichkeit. Sehen, ohne einzuteilen.

Mit der Gruppe „Sissy Boyz“ inszenieren wir seit 2002 eine queere Boygroup, auf der Bühne, in unserer Kunst, im Theater/Film und in Fotoshootings. Bei unseren Drag Performances ist es uns wichtig, weg von einer stereotypen Männlichkeit zu kommen und neue – queere und humorvolle – Entwürfe von Geschlechtern zu finden.

Wir werden zu Beginn dieses Workshops aus unserer eigenen Praxis erzählen und die Begriffe Drag und Queer beleuchten. Außerdem möchten wir einen kleinen Einblick in inspirierende (politische und aktivistische) Drag-Performances geben, der gern von Teilnehmenden ergänzt werden kann.
Dann soll es um Erfahrungen, Wünsche und Interessen gehen und sehr praktisch werden: Wie schminke und/oder kaschiere ich einen Bart? Wie gehe, stehe ich? Was wirkt bei mir besonders männlich/weiblich? Androgyn? Feminin? Wie will ich überhaupt in Drag sein? Welche „anderen“ Inszenierungen sind möglich? Während dessen diskutieren wir, geben uns gegenseitig Feedback und wer möchte kann sich auf unserem improvisierten Laufsteg für die Kamera inszenieren und die eigene Wirkung anschauen. Wir freuen uns auf Euch.

Der Workshop ist auf 15 Personen begrenzt.

Referentinnen:

Tomka Weiß (Künstler und Aktivist mit Performances und visuellen Medien/Berlin) und Martina Kock (Schauspielerin und Performerin/Köln). Sie sind Teil der Gruppen „Sissy Boyz“ und „Ärzte ohne Ängste“ und haben kürzlich den Katalog „Sissy Boyz. Queer Performance“ im thealit.verlag herausgegeben.

http://www.sissyboyz.de
*looser/poser/genderfucker*

Wie verbindlich anmelden?
Mail an queereinsteigen.halle @googlemail.com
(Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben.)

Teilnahmegebühr?
Es wird um einen Unkostenbeitrag von 10 € gebeten. Teile dich bitte mit, wenn deine finanziellen Mittel stark begrenzt sind – dann kann dieser Beitrag erlassen werden.

Wenn der Bedarf nach der Verdolmetschung in Gebärden besteht oder ihr andere Bedürfnisse habt, die wir nicht bedacht haben, freuen wir uns über eine Mitteilung und versuchen dann, dies zu organisieren.

Der Workshop findet in Halle (Saale) statt.

Workshops

Workshops!

Nächste Woche starten im Rahmen des kju_point, unserer Kooperation mit Radio Corax und dem Dornrosa e.V., bereits die ersten Workshops.

Die Anmeldungen laufen bereits!

Besonders möchten wir euch heute zwei davon ans Herz legen:

dienstag 01.10.2013 15-19 Uhr

queer::sprach::widerstand – eine experimentierwerkstätte

workshop zu gendergerechter sprache mit persson perry baumgartinger (berlin)

gibt es tatsächlich nur zwei geschlechter in der sprache?

in dieser werkstätte beschäftigen wir uns mit dem themenkomplex sprache und queer. wie kommen queers in der sprache vor? gibt es sie wirklich nur zwischen den zeilen? welche modelle gibt es, queers sprachlich sicht- und hörbar zu machen? was sind die möglichkeiten und grenzen queerer sprachwiderstände?

die werkstätte bietet die gelegenheit, queere sprachalternativen zu sammeln, zu reflektieren, und vor allem viel zeit, verschiedene alternativen auszuprobieren und eigene zu entwickeln. dabei werden z.b. kinderbücher, wissenschaftliche texte, zeitungsberichte, flyer, etc. in “geschlechtergerechte” sprache übersetzt, eigene texte geschrieben, interviews geführt, filme untertitelt etc. – wer möchte, bitte lieblingsbücher, zeitschriften u.a. medien mitbringen! am schluss gibt’s platz für austausch und diskussionen über (un-)sinnhaftigkeit und gelingen der verschiedenen ansätze und wie sie vielleicht mit in den alltag genommen werden können.

persson perry baumgartinger (ver-)sucht und (er-)stellt transinterqueere räume, theorien und praxen. queer linguistics. transgender studies. kritische diskursanalyse. er ist trainer für sprache & macht, kritisches diversity, transinterqueer.

www.diskursiv.at
www.queeropedia.com

max. teilnehmer_innen-zahl: 15.
wir bitten um eine verbindliche anmeldung bis 2 tage vor beginn des workshops unter kju_point@gmx.de
teilnehmer_innen-beitrag 5-15 euro nach selbsteinschätzung

 

mittwoch 02.10.2013 20 Uhr

Drag-Workshop – Schminken, Performen, Ausprobieren
Ein Abend mit Patsy l’Amour laLove und Luxuria Rosenburg (Berlin)

Wir laden ein zum Draggen, Auffummeln, Bartkleben, Umfummeln, Crossdressen, Impressen und Ausprobieren! Es sind Fummel, Bärte und andere Kleinigkeiten vorhanden. Bringt aber, wenn möglich, alles mit, womit ihr euch ausprobieren möchtet!

Alle machen das, was sie wollen – niemand muss sich auffummeln, abfummeln oder performen. Wir freuen uns auf Schminki-Schminki und bezaubernde Kingz, Queens und Inbetweens!

Den Workshop leiten die Polit-Tunten Patsy l’Amour laLove und Luxuria Rosenburg aus Berlin.

Max. Teilnehmer_innen-Zahl: 15.
Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis 2 Tage vor dem Beginn des Workshops unter kju_point@gmx.de
Teilnehmer_innen-Beitrag 5-15 Euro nach Selbsteinschätzung.

Veranstaltungshinweise

Veranstaltungstipps: Seminar und Fishbowl-Diskussion

Zur diesjährigen Veranstaltungswoche des CSD in Leipzig, organisiert die GRÜNE JUGEND Leipzig in Kooperation mit dem Ring Politischer Jugend Sachsen e.V. und dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des StuRa der Uni Leipzig ein kleines Projekt zum Thema „Queer- und Gendertheorie“. Dazu gehören ein Einstiegsseminar am 8.Juli von 10-18Uhr und eine Podiumsdiskussion am 10.Juli 19 Uhr mit Dr. Rebecca Pates (Uni Leipzig), Georg Teichert (Gleichstellungsbeauftragter Uni Leipzig), Jessica Bock (MONAliesA e.V.) und Tobias Prüwer (kreuzer).

Vortrag

Von „Damentoiletten“, After Shaves, Sonnencremes und gegenderten Schlafsackkomforttemperaturen oder: Was hat nonverbale Kommunikation mit Geschlecht zu tun?

17.02.2011, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Prof. Dr. Lann Hornscheidt

Was haben Schlafsackkomforttemperaturen mit nonverbaler Kommunikation und Gender zu tun? Und inwiefern sind Sonnencremes nonverbale Kommunikation? In dem Vortrag werde ich aufzeigen, wie Gendervorstellungen durch nonverbale Kommunikation – Bewegungen, Abstand, Gerüche, Blicke, Kleidung, Raumaufteilungen usw. – hergestellt werden: Gibt es zwei Geschlechter, die unterschiedlich hoch sprechen, schnell laufen und unterschiedliche Kleidungsvorlieben haben? Werden Gendereindeutigkeiten und -brüche über genau diese Kommunikationsformen hergestellt? Zusätzlich zu der Herleitung einer konstruktivistischen Sichtweise auf sowohl nonverbale Kommunikation als auch Gender werde ich deutlich machen, dass es Gender nicht losgelöst von anderen sozial relevanten Identitäts- und Wahrnehmungsformen gibt wie beispielsweise Race, Sexuality, Alter. Der Vortrag sensibilisiert für die Macht sprachlicher Handlungen und fordert Vorstellungen naturalisierter, monolithischer Zweigeschlechtlichkeit heraus.

Weitere Informationen zu Lann Hornscheidt sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.

Download (1:03h; 58,2MB)

Vortrag

Von “Damentoiletten”, After Shaves, Sonnencremes und gegenderten Schlafsackkomforttemperaturen oder: Was hat nonverbale Kommunikation mit Geschlecht zu tun?

Achtung: Vortrag entfällt auf Grund von Krankheit!

02.12.2010, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Prof. Dr. Lann Hornscheidt

Was haben Schlafsackkomforttemperaturen mit nonverbaler Kommunikation und Gender zu tun? Und inwiefern sind Sonnencremes nonverbale Kommunikation? In dem Vortrag werde ich aufzeigen, wie Gendervorstellungen durch nonverbale Kommunikation – Bewegungen, Abstand, Gerüche, Blicke, Kleidung, Raumaufteilungen usw. – hergestellt werden: Gibt es zwei Geschlechter, die unterschiedlich hoch sprechen, schnell laufen und unterschiedliche Kleidungsvorlieben haben? Werden Gendereindeutigkeiten und -brüche über genau diese Kommunikationsformen hergestellt? Zusätzlich zu der Herleitung einer konstruktivistischen Sichtweise auf sowohl nonverbale Kommunikation als auch Gender werde ich deutlich machen, dass es Gender nicht losgelöst von anderen sozial relevanten Identitäts- und Wahrnehmungsformen gibt wie beispielsweise Race, Sexuality, Alter. Der Vortrag sensibilisiert für die Macht sprachlicher Handlungen und fordert Vorstellungen naturalisierter, monolithischer Zweigeschlechtlichkeit heraus.

Weitere Informationen zu Lann Hornscheidt sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.

Vortrag

Gesellschaftliche Wirkung queerer Konzepte

Prof. Dr. Rebecca Pates und Dr. Katharina Rothe
28.Jan.2010, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Wie kommt es, dass im geistes- und sozialwissenschaftlichen Diskurs eine immense kritische und auch spannungsreiche, streitbare Auseinandersetzung mit Konzepten von Geschlechtlichkeit, sex und gender stattgefunden hat, diese offenbar aber nur in geringem Maße in der sogenannten breiten Öffentlichkeit „angekommen“ ist?

In einem Disput möchten wir die aus unseren Horizonten relevanten (psychologischen bzw. politikwissenschaftlichen) Filter vorstellen, die queere Begriffe  durchlaufen müssen, um überhaupt eine Wirkung haben zu können.

Download (81:17 min, 74,3 MB)