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Weitere Vorträge warten auf euch!

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Vortrag

Vortrag: Ines Pohlkamp: „Ich glaube, dass vielen Leuten das Ausmaß der Problematik und auch die existierende Gewalt nicht bewusst ist.” Heteronormatives Gewalthandeln gegen geschlechtlich nonkonforme Personen

So schnell kann’s gehen: Nächste Woche steht bereits der letzte Vortrag in diesem Wintersemester an. Ines Pohlkamp wirft aus queerfeministischer Perspektive einen Blick auf Gewalterfahrungen. Weiter Informationen gibt es hier.

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Letzter Vortrag in diesem Jahr: Prof. Dr. Christiane Thompson: Unentscheidbarkeit und Geschlecht. Die Stimme des Poststrukturalismus in der Queer Theorie

13.12.12, 19 Uhr, Hörsaal XXII, Audimax, Uniplatz 1, Halle/Saale

Christiane Thompson spricht zu den poststrukturalistischen Grundlagen der queer theory. Wer dazu schon immer mal mehr wissen wollte oder bisher noch nichts gehört hat, ist herzlich eingeladen, diesem spannenden Vortrag zu lauschen und im Anschluss mit der Referentin zu diskutieren. Wir freuen uns auf euch! Mehr Infos findet ihr hier.

Im nächsten Jahr geht es dann am 10.01.2012 mit dem Vortrag von Prof. Dr. Melanie Plößer weiter, der Anfang November aus gesundheitlichen Gründen ausfallen musste und welcher sich der Verbindung von queer theory und Sozialer Arbeit widmet. Also jetzt schon mal im Terminkalender vormerken!

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Vortrag

Nächster Vortrag: Julia Bader: Heteronormativitätskritische Filmbildung

06.12.2012, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Uniplatz 1, Halle/Saale

Auch im Dezember geht es bei uns mit spannenden Vorträgen weiter: Am 06.12.2012 wird Julia Bader aus Köln über heteronormativitätskritische Filmbildung sprechen. Infos zum Vortrag gibt es hier.

Hinweis: Ausnahmsweise werden wir dieses Mal nicht in Hörsaal XXII sondern in Hörsaal XXIII sein – also genau eine Etage über unserem gewöhnlichen Ort. Grund ist die große Feuerzangenbowle-Sause des Unikino, für die die beiden Hörsäle im Erdgeschoss gebraucht werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich auch dieses Mal pünktliches Erscheinen, da das Unikino ab 19:15 Uhr mit dem Eintrudeln von 600 Menschen rechnet, die direkt an der Eingangstür abkassiert werden sollen. Wenn ihr euch also unnötiges Gedrängel und Diskussion ersparen wollt, seid doch einfach früher da.

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Veranstaltungshinweise

ErSieEs. Eine fotografische Spurensuche zwischen den Geschlechtern. Portraits von Yvonne Most

Nachdem Yvonne letztes Jahr über que(e)r_einsteigen einen Aufruf an euch gestartet und als Modelle gesucht hatte, sind hier nun ihre Ergebnisse zu bewundern:

ErSieEs. Eine fotografische Spurensuche zwischen den Geschlechtern.

Portraits von Yvonne Most

Ausstellung 01.-29.02.2012

Vernissage 31.01.2012 / 19 Uhr

freistil – Fotostudio und Galerie Hansering 7, 06108 Halle

Öffnungszeiten Mo-Fr / 10-19 Uhr

Kontakt: Yvonne Most / info@dokmost.de / 0157.725 181 97

Wir werden sie uns anschauen und hoffen auch viele von euch anzutreffen!

Vortrag

Dr. Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe: It’s the Economy, Queer! Sexuelle Arbeit und neoliberaler Kapitalismus

17.11.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Universitätsplatz 1, Halle

Spätestens seit der Krise des neoliberalen Kapitalismus stehen ökonomische Fragen auch auf der Tagesordnung von Queer Politics. Das Verhältnis der Analyse von Kapitalismus und Heteronormativität war lange von wechselseitigen Auslassungen geprägt. Inzwischen häufen sich theoretische und politische Ansätze, die queer-feministische Perspektiven auf Arbeit und Kapitalismus eröffnen, zum Beispiel die Konzepte der „sexuellen Arbeit“ (Boudry/Kuster/Lorenz), der „divergenten Ökonomien“ (Gibson-Graham) oder der gouvernementalen Prekarisierung (Lorey). Trotzdem gibt es Konflikte um die Positionsbestimmung von Queer Politics innerhalb von Kapitalismuskritik. Dabei steht auf dem Spiel, welchen Stellenwert die Kritik an der Normalisierung von Sexualität und Geschlecht innerhalb der neoliberalen Gesellschaftstransformation hat und was sie zu möglichen Auswegen daraus beiträgt. Handelt es sich hier um gemeinsame, gegenläufige oder völlig getrennt verlaufende Kämpfe? In jedem Fall ist eine Perspektive sexueller und geschlechtlicher Emanzipation beim Nachdenken über Re-/Produktionsverhältnisse unerlässlich.

Weiter Informationen zu Volker Woltersdorff findet ihr hier.

Vortrag

Andere Sichtbarkeiten? Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung

11.11.2010, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Katharina Morawek

Public Enemy Rapper Chuck D hat mal gesagt, Hip Hop sei the Black CNN. Nun hat dieses Schwarze CNN nach 30 Jahren Sendezeit zwar spielend die Reichweite des US-amerikanischen Nachrichtensenders überschritten, nicht aber dessen Fähigkeit zum Versprühen gesellschaftlicher Hegemonie. Hip Hop als solcher wird immer wieder für seinen angeblich inhärenten Sexismus und seine Homophobie kritisiert und zwar vor allem von weißen Medien.

Die Folie, vor der die scheinbare heterosexuelle Dominanz in der Hip Hop Kultur gechallenged wurde, war das Thema der Homophobie.

Das Bild vom „sexistischen und homophoben Hip Hop“ ist eng verknüpft mit der Projektion, Kulturen des Hip Hop würden lediglich aus Schwarzen, männlichen, heterosexuellen Körpern bestehen – ein Paradigma, das die Soziologin Tricia Rose als „highly visible commercialized rap“ bezeichnet. Die Matrix, die dieser Wahrnehmung zu Grunde liegt, ist eine des Weiss-Seins, welches die eigene Position innerhalb von Populärkultur nicht hinterfragt. Doch wird das reibungslose Kursieren von mit Hip Hop verbundenen, stereotypen Bildern immer wieder von Hip Hop Artists in Frage gestellt und seit einigen Jahren sogar empfindlich gestört: Hip Hop wird offiziell ge-queert. Dabei kommen Repräsentationsstrategien zum Einsatz, die zwischen Parodie und Selbstbehauptung andere Sichtbarkeiten anstreben.
Der Vortrag wird einige Strategien queerer Artists vorstellen.

Weitere Informationen zu Katharina Morawek sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.

Download(55min; 51,4 MB)

Vortrag

Unlikely Couples? Queere Inszenierungsstrategien und maskulinistische Musik-Subkulturen

Dr. Dunja Brill
18.Nov.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Ausgehend von einer Darstellung subversiver queerer Strategien der Selbstinszenierung wird mein Vortrag unerwarteten Verbindungslinien zwischen solchen Strategien und typischen Inszenierungspraxen als homophob und sexistisch verschriener Musikszenen nachspüren. Industrial, eine Art Maschinenmusik, und Extreme Metal, eine extreme Spielart des Heavy Metal, sowie die sie umgebenden Subkulturen sind zweifellos stark maskulin und heteronormativ geprägt. Werden solche Szenen und ihre Musik in Bezug zu queerer Theorie und Praxis gesetzt, erwartet man ein Schwarz-Weiß-Bild: einen Vergleich zwischen queeren Inszenierungsstrategien als ironisch-subversiver Drag versus Inszenierungsstrategien des Industrial und Extreme Metal als maskulinistisch-reaktionärer ‘Anti-Drag’. Eine differenzierte empirische Analyse der Inszenierungspraxen beider Lager zeigt jedoch überraschende strukturelle Parallelen zwischen gemeinhin als progressiv geltenden queeren Praxen und den häufig gewaltvoll, martialisch und hypermaskulin wirkenden Inszenierungen der untersuchten Musikszenen. An die Stelle des erwarteten Schwarz-Weiß-Bildes tritt so eine Zeichnung mit vielen Graustufen, die im Hinblick auf gängige Konzepte und Strategien queerer Subversion einige Fragen aufwirft.

Dunja Brill im Telefoninterview mit Radio Corax.

Download (57 min, 52,1 MB)

Vortrag

VerQueert Denken – Normalität(en) hinterfragen

Prof. Dr. María do Mar Castro Varela
22.Okt.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

„Der Begriff heterosexuelle Matrix steht […] für das Raster der kulturellen Intelligibilität, durch das die Körper, Geschlechtsidentitäten und Begehren naturalisiert werden. […] Es geht darum, ein hegemoniales diskursives/epistemisches Modell der Geschlechter-Intelligibilität zu charakterisieren, das folgend unterstellt: Damit die Körper eine Einheit bilden und sinnvoll sind, muß es ein festes Geschlecht geben, das durch die zwanghafte Praxis der Heterosexualität gegensätzlich und hierarchisch definiert ist“. [Judith Butler]

Was ist eine „heterosexuelle Matrix“? Was ein „Raster der kulturellen Intelligibilität“? Queer Studies sind voraussetzungsvoll. Gleichzeitig stellen sie eine Perspektive dar, die nicht nur das Denken schult, sondern dasselbe eben nötigt anders zu denken.
Seit den 1990er Jahren etablierten sich Queer Studies nach und nach in der anglophonen Hochschullandschaft und auch im deutschsprachigen Raum sind sie nicht mehr aus den Gender Studies wegzudenken. Im Vortrag sollen einige der Herausforderungen queeren Denkens vorgestellt und darüber hinaus Queering als permanent-kritischer Prozess dargelegt und zur Diskussion gestellt werden. Ein Fokus wird dabei auf die Verbindung zur Postkolonialen Theorie gelegt. Womit deutlich gemacht werden soll, inwieweit Sexualitätsdiskurse internationale Macht- und Herrschaftssysteme (etwa Imperialismus aber auch Migrationsregimes) etablieren halfen und bis heute stabilisieren. Und warum Rassismus und heteronormative Reproduktivität aufs engste miteinander verlinkt sind.

Download (72:41 min, 66,4 MB)