Aktion · Veranstaltungshinweise

Internationaler Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie

Am 17. Mai 2015 ist wieder International Day Against Homophobia, Interphobia and Transphobia (IDAHIT*). Das Datum erinnert daran, dass am 17. Mai 1990 die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Diagnose „Homosexualität“ von der Liste psychischer Krankheiten gestrichen hat. Doch auch 25 Jahre später erfahren Homosexuelle, Bisexuelle, Pansexuelle, Inter- und Trans*personen immer noch Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt. Der thematische Schwerpunkt des IDAHIT 2015 ist Transphobie.

Zusammen mit dem Arbeitskreis QUEER Halle laden wir euch herzlich zum IDAHIT* ein! Auf dem Marktplatz gibt’s ab 15.00 Informationen, Aktionen und viele bunte Luftballons. Weitere Infos findet ihr hier.

 

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Aktion · Veranstaltungshinweise

Raus zum Frauen*kampftag in Leipzig!

Schon seit über hundert Jahren gehen Frauen* zum Frauen*kampftag auf die Straße, um die Vielfalt ihrer alltäglichen Kämpfe gegen globale und lokale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse sichtbar zu machen. Viele sind nicht nur von einem Unterdrückungsmechanismus, sondern mehrfach betroffen. Doch daraus folgt nicht, dass jede* von uns den Kampf in den verschiedenen Feldern selber führen muss!

Gründe zum Rebellieren gibt es genug, gerade zum 8. März: Alltagssexismus, Rassismus, Ausbeutung, Homophobie und die als natürlich angenommene Geschlechterteilung in “Mann” und “Frau” sind nur ein paar Beispiele für Unterdrückungsmechanismen, weswegen wir zum Frauen*kampftag auf die Straße gehen. Doch es geht uns nicht nur darum Missstände anzuprangern. Wir wollen eine Gesellschaft in der alle Menschen selbstbestimmt leben können. Nur durch einen Ausbruch aus dem Kreis der eigenen Probleme und durch den Austausch von Erfahrungen mit anderen Menschen ist ein gemeinsamer Kampf gegen bestehende Verhältnisse möglich.

Für eine Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen weltweit!
Für die Überwindung von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat!
Für eine revolutionär-feministische Perspektive!

Feuer und Flamme dem Patriarchat!
Kampf dem Sexismus im Alltag und im Staat!

Am 8. März um 14 Uhr am Clara-Zetkin-Denkmal (Johannapark) Leipzig

Aktuelle Infos und Mobi-Material findet ihr auf der Homepage des Bündnis 8. März Leipzig 🙂

Veranstaltungshinweise

Veranstaltungen im Mai

Im Wonnemonat Mai gibt es gleich drei gute Gelegenheiten aus dem Haus zu gehen:

10325223_690128741033757_6765047684834969367_n16.05.2014, 20 Uhr:

Vortrag zum IDAHIT: „Queeres Leben in Russland: aktuelle Entwicklungen“

Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie (IDAHIT*)

Referent: Artem Uspenskiy (Vorstandsmitglied von Quarteera e.V.)

Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Karl-Liebknecht-Straße 34, Halle (Saale)

Die Lage der Schwulen und Lesben in Russland verändert sich in der letzte Zeit sehr schnell. In dem Vortrag werden die Enblicke in die Geschichte gemacht und die aktuelle Situation näher vorgestellt. Immer mehr Schlulen und Lesben aus Russland beantragen Asyl wegen ihre persönliche Situationen. Die Gründe dafür und die Schwirigkeiten, die sie in Deutschland erwarten, werden ein wesentliches Thema des Vortrages sein.

Eine Veranstaltung der Queer Action Gruppe des DornRosa e.V. mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt.

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17.05.2014, 15-18 Uhr

Internationaler Tag gegen Homophobie, Interphobie und Transphobie (IDAHIT*)

Marktplatz Halle

Die Vorbereitungsgruppe zum IDAHIT* lädt Menschen aller Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen ein, an den Aktionen in Halle teilzunehmen. Es sollen vielfältige Zeichen gegen Homo-, Inter- und Transphobie sowie für Toleranz und Akzeptanz verschiedener geschlechtlich-sexueller Identitäten und Lebens- und Familienformen gesetzt werden.

Aktionen ab 15 Uhr vor dem Ratshof auf dem Marktplatz:
– gemeinsamer Infostand von Vereinen und Initiativen
– Privilegien-Parcours zu geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung
– Füllen von Luftballons für den Rainbowflash
– Plakataktion: Verfassen von Botschaften gegen Homophobie, Transphobie und Interphobie
– 17.05 Uhr: Rainbowflash: Aufsteigen der Luftballons mit Botschaften gegen Homo-, Inter- und Transphobie vor dem Ratshof

Vorbereitet und unterstützt wird der IDAHIT* in Halle von:
AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e. V.
Begegnungs- und Beratungs-Zentrum „lebensart“ e. V.
Dornrosa e. V.
AK que(e)r_einsteigen des Studierendenrates der Martin-Luther-Universität Halle
Jugendnetzwerk Lambda Sachsen-Anhalt e. V.
DIE LINKE Stadtvorstand Halle (Saale)
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stadtvorstand Halle (Saale) [Stand 30.04.2014]

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30.05.2014, 20 Uhr

Film: Audre Lorde – The Berlin Years – 1984-1992

Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Karl-Liebknecht-Str. 34, Halle (Saale)

Dokumentarfilm, 2012, 79 Minuten

Der Film vermittelt Audre Lordes Beiträge zum deutschen Diskurs über Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Klassenunterdrückung und Homophobie.

Eintritt gegen Spende.

Eine Veranstaltung der Queer Action Gruppe des Dornrosa e.V. mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt.

Aktion · Veranstaltungshinweise

safer.space.station-Crew sucht Mitstreiter*innen!

+++ bitte lesen & weiterleiten +++


Werde Teil der safer.space.station-Crew!

Zuckerpüppchen, Mäuschen, Freak
– gibt’s hier nicht:

Genug von dummen Sprüchen an der Bar und auf der Tanzfläche?

An vier Terminen im Sommer möchten wir einen Raum für eine Kneipenkultur öffnen, die ohne sexistisches Witzeln, homo- oder transphobe Anmachen auskommt.

Dafür suchen wir noch Mitstreiter*innen!

Interessiert? Neugierig? –

Dann kommt zu unserem Treffen am 5.5., 19:00, im VL (Ludwigstraße 37, Halle)!

Oder kontaktiert uns unter: safer.space.station@gmail.com


Wir freuen uns auf euch!

Die safer.space.station-Crew

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Lärmen!

Mobi für die Compact-Gegenaktionen am Samstag

Für alle tatkräftigen halleschen Mitstreiter_innen, die das NoCompact-Bündnis unterstützen möchten, startet die S-Bahn um 7:23 vom Hauptbahnhof. Wir fahren gemeinsam – schließt euch uns an! Treffpunkt dafür: 7 Uhr auf dem Gleis. Ausstieg ist Schkeuditz-West, von wo aus es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Globana-Center sind. Die fragwürdige Konferenz mit Thilo Sarrazin & Co. findet dort von 9 bis 19 Uhr statt.

Dass ihr nationalistische Thesen, die Putinsche Innenpolitik (ja – auch eine Duma-Abgeordnete wird zugegen sein) oder traditionalistische Geschlechterstereotypien keinen Raum geben wollt, dürft ihr in Schkeuditz um 8 Uhr kund tun. In diesem Sinne: Für die Zukunft ALLER Familien, oder: „Sarrazin, schaff dich ab!“

Es gilt: Bildet Gruppen, passt bitte auf euch auf und unternehmt nur, was ihr vor euch selbst verantworten könnt!

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Aktion · Gegenaktion

Alte Feindbilder zu Gast in Halle/Leipzig

Ihr habt es möglicherweise schon mitbekommen: Am 23. November 2013 gibt es die zweite Compact-Konferenz, und zwar in Schkeuditz, zwischen Halle und Leipzig.

Compact ist ein seit Sommer 2011 monatlich erscheinendes Magazin, das seinen Redaktionssitz in Leipzig hat und mit zumeist rechtspopulistischen, mitunter verschwörungstheoretischen Artikel zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufwartet. Einen guten Einblick in die tendenziöse Argumentationsführung und den reißerischen Stil liefert das Editorial zur Ausgabe vom September 2013. Dass das Motto des Blattes „Mut zur Wahrheit!“ auch Wahlkampf-Motto der Partei Alternative für Deutschland ist, dürfte wohl kaum Zufall sein. Beide eint die Strategie, sich selbst den Nimbus der letzten Wahrheitssuchenden und Rettern in der Not zu verleihen:

 „[…] weil wir drucken und verbreiten, was andere nicht zu schreiben wagen. Ein paar Beispiele: Deutschland ist immer noch ein besetztes Land. Wir Nachgeborenen sind nicht schuld an den Nazi-Verbrechen. Unser Volk ist nicht besser, aber auch nicht schlechter als andere Völker. Die USA und Israel sind die größten Gefährder des Weltfriedens. Der Euro ist die Abrissbirne für Europa. Weitere Zuwanderung ist nicht verkraftbar.“

Die mediale Reichweite der Konferenz ist schlecht einzuschätzen: Zwar hat das Blatt ‚nur’ 50.000 Leser_innen (von denen sich einige bizarrerweise auf der Homepage beschweren, dass ihnen der Zugang zur Konferenz erschwert wäre, weil die Eintrittsgelder so hoch seien), doch wirbt die Veranstaltung mit ihrer Prominenz – neben Thilo Sarrazin werden auch Eva Hermann und Peter Scholl-Latour zu Gast sein und auf der Seite als „die Großen Drei der deutschen Debattenkultur“ ausgerufen.

Die Tagung, die sich selbst als „Konferenz für Souveränität“ versteht, findet unter dem suggestiven Titel „Werden Europas Völker abgeschafft? Familienfeindlichkeit, Geburtenabsturz und sexuelle Umerziehung“ statt. Darunter versammelt sind weniger sachliche, wissenschaftliche Auseinandersetzungen, als vielmehr Thesen – in dieser Konferenz v.a. zu den Themen Homosexualität, Frauenemanzipation und Kindererziehung –, die mit verkürzten, aber medial wirksamen Argumenten untermauert werden und vornehmlich dem Bedienen von althergebrachten Feindbildern dienen. Die Redner_innenbeiträge versprechen ein durchgängiges Contra, Pro-Positionen vertretende Verbände oder Intellektuelle sind nicht vorgesehen. Ein Blick ins Programm:

„Die Publizistin Béatrice Bourges berichtet über den Volkswiderstand gegen die Schwulenehe in Frankreich, Abgeordnete der russischen Duma stellen die Erfolge von Wladimir Putins Familienpolitik dar.“ [!]

Leicht konspirativ mutet auch der Rahmen der Konferenz an: Zwar tönt das Werbebanner auf der Homepage „in Leipzig“, tatsächlich jedoch findet die Konferenz in Schkeuditz (in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Schkeuditz-West) statt.

In Leipzig formieren sich bereits Gegenaktionen; so wird es parallel zur Konferenz eine Demonstration geben unter dem Slogan „Leipzig – souverän genug für Vielfalt“. Zur Demo kommt ihr hier.

(Stand: 16.09.2013).

Seriöse Gegenstimmen, die sich mit der Konferenz und ihrem rechtspopulistischen Hintergrund auseinander setzen, findet ihr hier:

SZ-Artikel vom 06.09.2013 zur Konferenz und ihrem Programm

Handelsblatt-Artikel vom 06.09.2013 zu den parteipolitischen Verwobenheiten von Referierenden und Unterstützenden der Konferenz

Artikel von „Endstation Rechts“ vom 25.04.2011 zum neu gegründeten Compact-Magazin und seiner politischen Verortung

(Stand: 16.09.2013).

Veranstaltungshinweise

Bunter Kaffe gefällig? Aktionswoche für einen diskriminierungsfreien Campus, gegen Sexismus und Homophobie in Ilmenau

Die TU Ilmenau veranstaltet vom 15.04. bis 19.04.2013 eine Aktionswoche für einen diskriminierungsfreien Campus, gegen Sexismus und Homophobie. Analog zum Titel gibt es buntes Programm. Mit dabei sind u.a. Heinz-Jürgen Voß, Sookee und Hinrich Rosenbrock. Es wird verschiedene Veranstaltungsformate geben – vom Vortag über Workshop bis hin zu Party und Infoständen –, um über die unterschiedlichen Formen von Diskriminierung zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Alle wichtigen Infos zu Themen und Terminen findet ihr hier.

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Vortrag

Andere Sichtbarkeiten? Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung

11.11.2010, 19 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Katharina Morawek

Public Enemy Rapper Chuck D hat mal gesagt, Hip Hop sei the Black CNN. Nun hat dieses Schwarze CNN nach 30 Jahren Sendezeit zwar spielend die Reichweite des US-amerikanischen Nachrichtensenders überschritten, nicht aber dessen Fähigkeit zum Versprühen gesellschaftlicher Hegemonie. Hip Hop als solcher wird immer wieder für seinen angeblich inhärenten Sexismus und seine Homophobie kritisiert und zwar vor allem von weißen Medien.

Die Folie, vor der die scheinbare heterosexuelle Dominanz in der Hip Hop Kultur gechallenged wurde, war das Thema der Homophobie.

Das Bild vom „sexistischen und homophoben Hip Hop“ ist eng verknüpft mit der Projektion, Kulturen des Hip Hop würden lediglich aus Schwarzen, männlichen, heterosexuellen Körpern bestehen – ein Paradigma, das die Soziologin Tricia Rose als „highly visible commercialized rap“ bezeichnet. Die Matrix, die dieser Wahrnehmung zu Grunde liegt, ist eine des Weiss-Seins, welches die eigene Position innerhalb von Populärkultur nicht hinterfragt. Doch wird das reibungslose Kursieren von mit Hip Hop verbundenen, stereotypen Bildern immer wieder von Hip Hop Artists in Frage gestellt und seit einigen Jahren sogar empfindlich gestört: Hip Hop wird offiziell ge-queert. Dabei kommen Repräsentationsstrategien zum Einsatz, die zwischen Parodie und Selbstbehauptung andere Sichtbarkeiten anstreben.
Der Vortrag wird einige Strategien queerer Artists vorstellen.

Weitere Informationen zu Katharina Morawek sowie ausgewählten Veröffentlichungen findet ihr unter Terminplan.

Download(55min; 51,4 MB)

Vortrag

Unlikely Couples? Queere Inszenierungsstrategien und maskulinistische Musik-Subkulturen

Dr. Dunja Brill
18.Nov.2009, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Ausgehend von einer Darstellung subversiver queerer Strategien der Selbstinszenierung wird mein Vortrag unerwarteten Verbindungslinien zwischen solchen Strategien und typischen Inszenierungspraxen als homophob und sexistisch verschriener Musikszenen nachspüren. Industrial, eine Art Maschinenmusik, und Extreme Metal, eine extreme Spielart des Heavy Metal, sowie die sie umgebenden Subkulturen sind zweifellos stark maskulin und heteronormativ geprägt. Werden solche Szenen und ihre Musik in Bezug zu queerer Theorie und Praxis gesetzt, erwartet man ein Schwarz-Weiß-Bild: einen Vergleich zwischen queeren Inszenierungsstrategien als ironisch-subversiver Drag versus Inszenierungsstrategien des Industrial und Extreme Metal als maskulinistisch-reaktionärer ‘Anti-Drag’. Eine differenzierte empirische Analyse der Inszenierungspraxen beider Lager zeigt jedoch überraschende strukturelle Parallelen zwischen gemeinhin als progressiv geltenden queeren Praxen und den häufig gewaltvoll, martialisch und hypermaskulin wirkenden Inszenierungen der untersuchten Musikszenen. An die Stelle des erwarteten Schwarz-Weiß-Bildes tritt so eine Zeichnung mit vielen Graustufen, die im Hinblick auf gängige Konzepte und Strategien queerer Subversion einige Fragen aufwirft.

Dunja Brill im Telefoninterview mit Radio Corax.

Download (57 min, 52,1 MB)