Prof. Dr. Rebecca Pates und Dr. Katharina Rothe
Gesellschaftliche Wirkung queerer Konzepte

Wie kommt es, dass im geistes- und sozialwissenschaftlichen Diskurs eine immense kritische und auch spannungsreiche, streitbare Auseinandersetzung mit Konzepten von Geschlechtlichkeit, sex und gender stattgefunden hat, diese offenbar aber nur in geringem Maße in der sogenannten breiten Öffentlichkeit „angekommen“ ist?

In einem Disput möchten wir die aus unseren Horizonten relevanten (psychologischen bzw. politikwissenschaftlichen) Filter vorstellen, die queere Begriffe  durchlaufen müssen, um überhaupt eine Wirkung haben zu können.

Rebecca Pates ist Professor_in im Bereich Politische Theorie in Leipzig. Sie forscht und lehrt zu Fragen der politischen Anthropologie, der Staatstheorie und der Organisation von Gender. Sie koordiniert den profilbildenden Forschungsbereich „Riskante Ordnungen“, der sich mit den vielseitigen Auswirkungen von Recht auf Politik, Wirtschaft und Kultur beispielsweise  im Bezug auf Themen wie Einwanderung, Familien- und Sozialpolitik sowie Geschlechterverhältnisse auseinandersetzt. Dazu findet jährlich die interdisziplinäre Vortragsreihe „Law and Culture“ statt.

Publikationen u.a.: Pates, Rebecca/Schmidt, Daniel: Die Verwaltung der Prostitution. Eine vergleichende Studie am Beispiel deutscher, polnischer und tschechischer Kommunen. Bielefeld: transcript, 2009; Donat, Ester/Froböse, Ulrike/Pates, Rebecca (Hrsg.): Nie wieder Sex. Geschlechterforschung am Ende des Geschlechts. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2009; Pates, Rebecca/Schmidt, Daniel: Wahrheiten über Opfer: Menschenhandelsdiskurse im Vergleich. In: Der involvierte Blick. Zwansprostitution und ihre Repräsentation. HU Berlin: Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien: Bulletin Texte 35, S. 90-105.

Katharina Rothe ist seit Juni 2008 im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig tätig.  Auch sie ist Mitglied des profilbildenden Forschungsbereichs Riskante Ordnungen (Contested Orders) der Universität Leipzig, sowie Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Psychoanalyse. Texte zur Sozialforschung“.  Die Arbeitsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Frauen- und Geschlechterforschung, Gender-Studies, Ärztinnen und Ärzte, Folgen des Nationalsozialismus, Antisemitismusforschung, Psychoanalyse und Sozialforschung sowie qualitative Methoden.

Publikationen u.a.: Rothe, Katharina: Geschlecht und Gender in (einer Kritik) der Differenziellen Psychologie. In:  Steins, Gisela (Hrsg.): Psychologie und Geschlechterforschung – Ein Handbuch. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, erscheint 12/2009; Rothe, Katharina: Das Nicht-Sprechen über die Judenvernichtung. Psychische Weiterwirkungen des Holocaust in mehreren Generationen nicht-jüdischer Deutscher. Gießen: Psychosozial, 2009; Decker, Oliver/Rothe, Katharina/Weißmann, Marliese u.a. (Hrsg.): Ein Blick in die Mitte. Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen in Deutschland. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2008.

Terminplan

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