Till Amelung: Transphobie im Feminismus!? – Ein Streifzug durch vermintes Gelände

Am 01.06.2017 referiert Till Amelung über das Thema Transfeindlichkeit. Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr im HS XV des Melanchthonianums.

Transphobie oder auch Transfeindlichkeit beginnt bei der Verweigerung der Anerkennung einer Geschlechtlichkeit jenseits des männlichen oder weiblichen Zuweisungsgeschlechts und endet mit Ausschlüssen von trans* Menschen oder auch gewaltvollen Übergriffen. Dies existiert in den gängigsten Vorstellungen nur in bürgerlichen Gesellschaftsteilen, sowie ihren verschiedenen Institutionen. Allerdings lässt sich eine feindliche und diskriminierende Haltung gegenüber trans* Menschen auch in feministischen Zusammenhängen erkennen. Gleichzeitig führte in jüngster Zeit ein simplifiziertes Verständnis von Transinklusion zu Forderungen, wie beispielsweise auf die Vagina als Teil feministischer Symboliken zu verzichten, was wiederum Widerstände unter feministisch bewegten Frauen auslöst. In diesem Vortrag sollen diese komplexen Verhältnisse anhand ausgewählter Beispiele greifbarer gemacht werden und die Frage aufgeworfen werden, wie im Kampf gegen das Patriarchat Gemeinsamkeit geschaffen werden kann.

Referent: Till Randolf Amelung, M.A. Geschlechterforschung, Vorstandsmitglied des Landesverbands für transgeschlechtliche Selbstbestimmung, Vorstandsmitglied des Queeren Netzwerk Niedersachsen, freiberuflicher Referent – u.a. zu den Themen Transgeschlechtlichkeit und Medizin, Transgeschlechtliche Menschen und HIV, LGBTI mit Behinderungen.

Hinweis:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch beleidigende, sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Gleiches gilt für Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch derartiges Verhalten in Erscheinung getreten sind.
Advertisements