Dr. Karen Wagels: Depression und ihr gesellschaftlicher Subtext – que(e)r gelesen

Zeit: Donnerstag, d. 20.11.14, 19 Uhr s.t.

Ort: Hörsaal XXII im Audimax, Universitätsplatz 1, 06108 Halle

Abstract:

Das Phänomen Depression hat Konjunktur – sowohl in der klinischen Häufigkeit wie auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Auffallend sind dabei die historischen wie aktuellen Referenzen auf Geschlecht: Während Depression lange Zeit als Frauenkrankheit galt, zumindest weiblich konnotiert war, sind in den letzten Jahren im gesundheitswissenschaftlichen Feld Versuche zu verzeichnen, Depression als Krankheitsbild auch bei Männern wahrnehmbar zu machen. In welcher Form nun wird Depression zu einem normalen Phänomen, das jeden [sic!] treffen kann? Welches Wissen um Entstehung und Behandlung gewinnt derzeit Raum, und wie sind soziale und materielle Bezüge in die gesundheitspolitische Konzeptualisierung von Depression eingebunden? Im Rahmen des Vortrags wird zunächst auf die multidisziplinäre Verfasstheit des Phänomens Depression eingegangen, um dann aktuelle Versuche der Enttabuisierung und Normalisierung auf (hetero)normative Implikationen sowie queerfeministische Anschlussstellen hin zu befragen.

Zur Person:

Karen Wagels lehrt und forscht seit 2011 am Institut für Sozialwesen der Universität Kassel. Schwerpunkte sind therapeutische Ansätze an disziplinären Schnittstellen, naturwissenschaftliche Konzepte in der Sozialen Arbeit und diskursanalytische Zugänge zum Feld des Sozialen. Karen Wagels ist eingebunden in das wissenschaftliche Netzwerk Praxeologien des Körpers, arbeitet gemeinsam mit Kolleg_innen an der Herausgabe eines Bandes zu Wandel und Kontinuität heteronormativer Geschlechterverhältnisse und schreibt gemeinsam mit Kolleg_innen an einem Buch zu Unterschiede machen? Soziale Arbeit im Fokus von Geschlechterforschung.

Publikationen:

Wagels, Karen (2013): Depression und ihr geschlechtlicher Subtext – eine interdisziplinäre Studie. Rezension zu Nadine Teuber: Das Geschlecht der Depression. „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ in der Konzeptualisierung depressiver Störungen. In: querelles-net Bd. 14, Nr. 1/2013; online verfügbar unter  http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/1048/1098 .
Wagels, Karen (2013): Geschlecht als Artefakt. Regulierungsweisen in Erwerbsarbeitskontexten. Transcript Verlag, Bielefeld.
Scheich, Elvira / Wagels, Karen (2011): Körper Raum Transformation. gender-Dimensionen von Natur und Materie. Forum Frauen- und Geschlechterforschung, Band 32. Westfälisches Dampfboot, Münster.

Terminplan

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